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Pressemitteilung

Verleihung des „Günter Rohrbach Filmpreises 2014“: Bester Film und beste Kamera - „Traumland“ räumt doppelt ab

Heute wurde in der saarländischen Kreisstadt Neunkirchen zum vierten Mal der „Günter Rohrbach Filmpreis“ verliehen.
(PM) Neunkirchen/München, 10.11.2014 - Im Rahmen der festlichen Verleihungszeremonie wurde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an das Episoden-Drama „Traumland“ vergeben. Regisseurin Petra Volpe, die eigens aus den USA angereist war, nahm die Auszeichnung für ihr Kinodebüt sichtlich bewegt entgegen. Auch die Vertreter der beiden Produktionsgesellschaften, Lukas Hobi für Zodiac Pictures und Yildiz Özcan für Wüste Film Ost, freuten sich sehr über die Würdigung ihrer Produktion.

Der Film der Schweizer Regisseurin behandelt das Thema Sexarbeit und ihre Protagonisten sehr differenziert. Die harte Wirklichkeit der Straßenprostitution steht dabei in scharfem Kontrast zu einer gutbürgerlichen Welt. Volpe zeichnet ein faszinierendes und detailreiches Bild einer scheinheiligen Gesellschaft, in der die Rollenverteilung von Gut und Böse nicht so eindeutig ist, wie es scheint. „Das gesamte Team und ich freuen uns riesig über diesen Preis. Dieser Film war nur möglich, weil eine kleine Crew und ein wunderbares Schauspielensemble mit großem persönlichem Engagement und Leidenschaft alles gegeben hat. Wir hoffen nun, dass viele Menschen sich den Film in den deutschen Kinos anschauen“, so Petra Volpe.

Mit dem Preis der Saarland Film GmbH (3.500 Euro) sorgte Judith Kaufmann für die zweite Auszeichnung von Petra Volpes „Traumland“ und für eine Premiere: Erstmals wurde beim „Günter Rohrbach Filmpreis“ eine Kameraarbeit mit einem Preis gewürdigt. „Ich habe das Buch gelesen und da war sofort dieser Sog“, so Kaufmann über den Film. „Mein Gefühl, dass da jemand genau hinguckt, hat sich bei meinen Begegnungen mit Petra verstärkt. Ihr anteilnehmender und zugleich analytischer Blick auf Menschen und eine Gesellschaft hat mich beeindruckt, und ich wollte unbedingt bei ‚Traumland‘ mit ihr zusammenarbeiten."

Der Preis des Oberbürgermeisters (2.500 Euro) ging gleich an zwei hervorragende Darstellerinnen: an Corinna Harfouch für ihre Titelrolle in „Der Fall Bruckner“ und an Jördis Triebel für die Hauptrolle in dem Film „Westen“, die ihren Preis persönlich in Empfang nahm. OB Fried würdigte beide Hauptdarstellerinnen „für das schauspielerische Ausfüllen zweier Rollen, die die Perspektiven des jeweiligen Filmes prägen und beide Werke gerade durch deren Darstellung zum Ereignis machen.“

Den Darstellerpreis in Höhe von 5.000 Euro erhielt das Trio Katharina Schüttler, Sebastian Blomberg und Devid Striesow für die herausragende Leistung in der schwarzen Komödie „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber. Katharina Schüttler freute sich, den Preis „für eine so außergewöhnliche Arbeit zu bekommen, die - wie selten im Film - dem Schauspiel einen so großen Raum geben konnte“. Weiterhin betonte Schüttler, es sei „eine besondere Ehre diesen Preis mit so tollen Kollegen wie Devid Striesow und Sebastian Blomberg gemeinsam in Empfang nehmen zu dürfen“. Sebastian Blomberg blieb in seiner Filmrolle und dankte der Jury scherzhaft ´post mortem´: „Sie können sich vorstellen, dass ich den Preis trotz schwerster innerer Kämpfe sehr gern annehme, weil er mich ein Stück zurück ins Leben holt und wenn schon nicht das, dann wenigstens unsterblich macht“, sagte der Schauspieler. Sein Kollege Devid Striesow betonte die besondere Verbindung zum Namensgeber des Filmpreises: „Da Günter Rohrbach mein erster Produzent in einem Kinofilm war, ist es eine besondere Freude. Aber sehr wunderbar ist, dass wir alle ausgezeichnet wurden.“

Der vierte „Günter Rohrbach Filmpreis“ wurde vor rund 500 Gästen in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen verliehen. Auch der bekannte Filmproduzent und Namensgeber des Preises, Prof. Dr. Günter Rohrbach, ließ sich die feierliche Veranstaltung in seiner Heimatstadt Neunkirchen nicht entgehen. TV-Moderatorin Sabrina Staubitz führte das Publikum charmant durch den Abend.

Für die passende musikalische Untermalung sorgten die „Poéts Musicales“, die mit kreativen Interpretationen von bekannten Filmmusik-Stücken das Publikum begeisterten.

Der „Günter Rohrbach Filmpreis“ wird seit 2011 an deutschsprachige Fernseh- und Kinofilme verliehen, die das Themenfeld „Arbeitswelt und Gesellschaft“ behandeln. In diesem Jahr hatten sich insgesamt 45 Filme um die renommierte Auszeichnung beworben. Die Schauspielerin und arrivierte Filmexpertin Barbara Auer übernahm die Rolle der Juryvorsitzenden von Juliane Köhler, die das Amt im letzten Jahr bekleidete. „Jurypräsidentin sein zu dürfen ist eine ehrenvolle Aufgabe, die aber auch mit großer Verantwortung verbunden ist. In den zahlreichen guten Einsendungen herausragende Leistungen zu entdecken und zu prämieren war nicht leicht, aber hat mir und meinen Jurykollegen große Freude bereitet“, so die Trägerin des „Günter Rohrbach Filmpreises“ 2012.
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Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, benannt nach dem gebürtigen Neunkircher Dr. Günter Rohrbach, wurde 2011 zum ersten Mal vergeben. Günter Rohrbach zählt zu den größten deutschen Filmproduzenten. Aus-gezeichnet wurde ...
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