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Pressemitteilung

Burnout bei Projektmanagern - Wenn gut nicht gut genug ist: Studie der GPM ermittelt erhöhtes Risiko

(PM) Nürnberg, 09.09.2014 - Projektmanager haben ein deutlich höheres Risiko, an Burnout zu erkranken als andere Berufsgruppen. Und doch: Die Mehrheit der Projektmanager ist zufrieden mit ihrem Job. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Disease Management der TU München. Die Studie liefert erstmals einen umfassenden Überblick über die Gefährdungslage einer stetig wachsenden Berufsgruppe.

„Wie Burnout-gefährdet sind Projektmanagerinnen und Projektmanager?“, wollte die GPM im Sommer 2013 wissen – und knapp 1.000 Beschäftigte in der Projektwirtschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben Antwort, rund 70 Prozent davon mit Führungsverantwortung. Diese Rekordbeteiligung belegt laut Prof. Yvonne Schoper, Forschungsvorstand der GPM, „das immense Interesse“ an dem brisanten Thema.

Brandbeschleuniger Projektarbeit? Mehr als 35 Prozent der Teilnehmer zeigten zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits ein erhöhtes Burnout-Risiko. Durch die berufliche Belastung langfristig „auszubrennen“, befürchten sogar 60 Prozent der Befragten. Im Vergleich mit anderen Branchen und Berufen sind Projektmanager damit besonders gefährdet. Trotzdem sind rund 60 Prozent der Studienteilnehmer mit ihrer aktuellen Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden – und fast 100 Prozent schätzen an ihrem Job, dass sie immer neuen Herausforderungen begegnen.

Eine Erklärung für diese scheinbar widersprüchlichen Ergebnisse liefert die Untersuchung mit Blick auf spezifische Persönlichkeitsprofile der Studienteilnehmer. Denn neben äußeren Risikofaktoren, wie zu hohe Arbeitsbelastung oder mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte, kann auch die persönliche Einstellung die Entstehung eines Burnouts begünstigen. In diesem Zusammenhang zeigt die Studie: Den größten Stress machen sich Projektmanager selbst. So gaben rund 90 Prozent der Befragten an, erst mit sich zufrieden zu sein, wenn sie ihr Bestes gegeben haben. „Vielfach ist es der hohe Leistungsanspruch, den die Projektmanager an sich selbst stellen, der auf Dauer in die Burnout-Falle führt“, fasst Schoper zusammen. Sie fordert: „Hier besteht für Organisationen und Führungskräfte großer Handlungsbedarf. Es gilt Unternehmenskulturen und Führungsstil dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie ihre Mitarbeiter deutlich besser bei der anspruchsvollen Projektarbeit unterstützen.“ Schließlich liege der wichigste Erfolgsfaktor für die immer stärker expandierende Projektwirtschaft in gut ausgebildeten, motivierten, gesunden und belastbaren Projektmanagerinnen und -managern.

Eine Kurzfassung der Studienergebnisse steht auf der Homepage der GPM zum kostenlosen Download bereit. Am 28. Oktober 2014 werden die Untersuchungsergebnisse im Rahmen des diesjährigen PM Forums 2014 in Nürnberg vorgestellt und diskutiert. Medienvertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen. Weitere Informationen unter: www.pm-forum.de
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