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News, 19.10.2011
ZEW-Studie
Weniger Hightech-Gründungen in Deutschland
Die positive Entwicklung der Unternehmensgründungen im Hightech-Sektor des vergangenen Jahres ist verflogen. Vor allem im Bereich der Spitzentechnologien hat sich die Zahl der Hightech-Gründungen in Deutschland wieder deutlich verringert, zeigt eine aktuelle Studie.

Der durch die Einführung der Unternehmergesellschaft (UG) ausgelöste Wachstumsschub im Bereich der Hightech-Gründungen hat sich nicht fortgesetzt. Im Gegenteil: Wie aus einer neuen, in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführten Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZWE) hervorgeht, ist die Zahl der Unternehmensgründungen im Hightech-Sektor in Deutschland 2010 um zwei Prozent gesunken. Auch blieb die Zahl der Hightech-Gründungen mit insgesamt rund 14.100 registrierten Unternehmensgründungen weiter deutlich unter dem Niveau  der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, in denen pro Jahr noch durchschnittlich etwa 18.500 neue Unternehmen in den Hightech-Markt eintraten. „Die Zahl der Neugründungen im High-Tech-Sektor in Deutschland entwickelt sich weiterhin schleppend“, kommentierte Dr. Bettina Müller, ZEW-Gründungsexpertin im Forschungsbereich „Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung“, die Studienergebnisse.

Von Gründungsmüdigkeit erfasst war insbesondere der Industriebereich, wo allein in den hochtechnischen Zweigen, wie etwa in der Medizin- und Fahrzeugtechnik, das Gründungsgeschehen an Fahrt gewann (+1,3). Einen besonders starken Rückgang der Gründungsaktivitäten verzeichneten vor allem Branchen der Spitzentechnologie, wie beispielsweise die Biotechnologie, wo sich die Zahl der Gründungen um 3,5 Prozent verringerte. „Dies unterstreicht, dass zur Stimulierung solcher Neugründungen im High-Tech-Sektor eine zusätzliche Stimulierung durch staatliche Maßnahmen angebracht wäre“, so Microsoft.

Einen Lichtblick für den Wirtschaftsstandort Deutschland stellte dagegen der Software-Sektor dar, der gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Gründungsaktivitäten um 2,0 Prozent verzeichnete, während im Zweig IT-Dienstleistungen die Zahl der Unternehmensgründung um 4,0 Prozent zurückging. „Dies liegt vor allem an den Entwicklungspotenzialen, die neue Technologien und Services dem Software-Sektor bieten“, so Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

Für Gründer im IT-Bereich sieht Haupter jedenfalls ein breites Feld, im Markt aktiv zu werden. Die Microsoft-Gründungsinitiativen „unternimm was.“ und BizSpark sollen Gründungswillige bei ihren unternehmerischen Ambitionen unterstützen. „Für potenzielle IT-Gründer leben wir in einer spannenden Zeit: Cloud Computing, mobile Kommunikation oder App-Entwicklung – der IT-Sektor besitzt eine enorme Wachstumsdynamik, die sich erst in den kommenden Jahren vollständig entfalten wird“, so der Microsoft-Chef.

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