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Workshop „Internationalisierung von Clustern“ am Fraunhofer MOEZ

(PM) Leipzig, 03.08.2011 - Das Fraunhofer MOEZ hat einen Workshop zur „Internationalisierung von Clustern“ veranstaltet, der das vom Institut durchgeführte Projekt „Identifikation und Aufbau von Forschungsclustern in den Mittel- und Osteuropäischen Ländern vor dem Hintergrund der bundesdeutschen Internationalisierungsstrategie“ abschloss.

Eingeladen waren Vertreter aus Politik und namhafter deutscher Clusterinitiativen. Themenschwerpunkt des Workshops war eine vom Fraunhofer MOEZ durchgeführte Befragung zum Stand der Internationalisierungsbemühungen deutscher Clusterinitiativen. Dabei wurden 220 der bedeutendsten deutschen Clusterinitiativen befragt. Die empirischen Ergebnisse stützen nur teilweise die aus der Theorie abgeleiteten Gründe für eine internationale Öffnung, wie die Verhinderung von ‚lock-in‘-Effekten (das unbeabsichtigte Abschotten nach außen) oder die Partizipation an globalen Wissensflüssen. So schätzen die deutschen Clustermanager die Markterschließung und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsposition ihrer Clusterinitiative als einen besonders wichtigen Bereich ihrer Bemühungen ein. Ressourcenmangel des Clustermanagements stellt mit Abstand das am häufigsten genannte Hindernis dar (knapp 90%). Die Befragung machte deutlich, dass für viele Clusterinitiativen und Netzwerke Internationalisierung ein aktuelles Thema ist. Fast alle Befragten sind bereits international aktiv oder planen dies. Trotz dieser hohen Relevanz besitzt die Mehrzahl der Initiativen aber keine ausgearbeitete gemeinsame Strategie aller Mitglieder für die internationalen Aktivitäten.

Als Gegenstück zur wissenschaftlichen Aufbereitung des Themas dienten die Vorträge zweier aktiver Cluster- bzw. Netzwerkmanager. Sowohl Herr Dr. Jansen vom Forschungskuratorium Textil (Berlin) als auch Herr Dr. Cuypers vom BioCon Valley (Greifswald) lieferten hochinteressante Einblicke in die praktische Ausgestaltung internationaler Aktivitäten. Dabei wurden insbesondere Chancen und Herausforderungen einer stärker grenzüberschreitenden Ausrichtung thematisiert. So stellen Fragen des geistigen Eigentums und die dauerhafte Einbindung kleinerer und mittlerer Unternehmen beträchtliche Herausforderungen dar. Andererseits gewinnen kleinere Initiativen durch eine Bündelung der Kräfte an Einfluss bei politischen Entscheidungen, wie der Förderung der Elektromobilität.

In der abschließenden Diskussion wurde eine stärker auf die Problemlagen der Clustermanager abgestimmte Förderpolitik gefordert sowie der Aufruf an die Wissenschaft formuliert, den Problemen und Detailfragen der praktischen Arbeit mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
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