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News, 18.12.2013
Maues Gründer-Klima
Weniger größere Unternehmensgründungen, mehr Nebenerwerbsbetriebe
2013 wird die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland mit größerer wirtschaftliche Bedeutung voraussichtlich so niedrig ausfallen wie noch nie. Bei den Gründungen von Nebenewerbsbetrieben dürfte dagegen ein deutlicher Zuwachs stehen.
Deutlich mehr gefragt als im vergangenen Jahr: Selbstständigkeit im Nebenerwerb.
Deutlich mehr gefragt als im vergangenen Jahr: Selbstständigkeit im Nebenerwerb.

Das Gründungsgeschehen in Deutschland tritt auf der Stelle: Nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes gab es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres insgesamt in Deutschland 583.000 Unternehmensgründungen, Betriebsübernahmen sowie Umwandlungen und Zuzüge von Unternehmen. Das waren 0,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allerdings zeigt sich beim Gründungsgeschehen ein zweitgeteiltes Bild mit einem deutlichen Rückgang der Gründungen von kleinen und größeren Unternehmen auf der einen Seite und einer deutlichen Zunahme der Zahl an Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben. So lag die  Zahl der Unternehmensgründungen von Januar bis September 2013 mit insgesamt rund 99.000 Gewerbeanmeldungen um 3,7 Prozent niedriger als in den ersten Quartalen letzten Jahres. Die Zahl der Gründungen von Kleinunternehmen unterschritt das Vorjahresniveau im selben Zeitraum mit knapp 186.000 Gewerbeanmeldungen um 2,5 Prozent. Die Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben legten dagegen kräftig zu. Sie beliefen sich von  Januar bis September auf insgesamt rund 192.000. Das ist im Jahresvergleich ein Plus von 4,7 Prozent.

Bei den Gewerbeabmeldungen zeigt sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung. So nahm die Zahl der Unternehmensschließungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung in den ersten drei Quartalen im Jahresvergleich um 5,3 Prozent auf rund 87.000 ab. Die Zahl der Schließung von Kleinunternehmen verringerte sich im selben Zeitraum mit rund 204.000 Gewerbeabmeldungen ebenfalls auf Jahressicht um 5,3 Prozent. Bei den Nebenerwerbsbetrieben legten die Gewerbeabmeldungen dagegen im Vergleich zum Vorjahr zu. Solche wurden mit knapp 121.000 Gewerbeabmeldungen 8,3 Prozent mehr aufgegeben als in den ersten drei Quartalen letzten Jahres. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen lag mit rund 516.000 dagegen 1,6 Prozent unter dem Stand des Vorjahreszeitraums. „Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen oder Fortzüge“, so das Statistikamt.

Ausgehend von der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2013 mit etwa 132.000 Unternehmensgründungen von größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Dem Statistikamt zufolge wären das so wenig wie noch nie seit Beginn der statistischen Erhebung im Jahr 2003. „Vor 2003 gibt es keine vergleichbaren Angaben“, so die Behörde. Im Vorjahr hatte es noch 134.000 Gründungen von wirtschaftlich bedeutsameren Unternehmen in Deutschland gegeben. Bei den Gründungen von Kleinunternehmen und von Nebenerwerbsbetrieben erwartet das Statistikamt dagegen einen Zuwachs: Sie dürften mit insgesamt rund 503.000 Gewerbeanmeldungen das Vorjahresniveau um etwa 3,7 Prozent übersteigen (2012: 480.000).
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