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News, 09.06.2009
Untersuchung
Outsourcing-Verträge oft zu unflexibel angelegt
Angesichts der Wirtschaftskrise suchen immer mehr Unternehmen in Deutschland mit Hilfe von Outsourcing Kosteneinsparungen zu erzielen. Laut einer aktuellen Untersuchung geht diese Rechnung jedoch oft nicht auf, weil die Outsourcing-Verträge Veränderungen beim Bedarf in Auf- und Abschwungphasen zu wenig Rechnung tragen.
Nach einer jüngsten Prognose des BITKOM wird der Markt für IT- und Business-Process-Outsourcing (BPO) in Deutschland 2009 um 7,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigen. Treiber der steigenden Nachfrage ist das Bestreben einer wachsenden Zahl von Unternehmen, mittels Outsourcing die Kostenbelastung zu reduzieren. Nach einem aktuellen Bericht des  RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz bleibt jedoch der Versuch, die Fixkosten durch Outsourcing zu senken, in Krisenzeiten oft eine Milchmädchenrechnung.

Wie aus einer Umfrage unter Unternehmen, die ihre Logistik ausgelagert haben, hervorgeht, die von Prof. Dr. Thomas Mühlencoert, Dozent am RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz, ausgewertet wurde, erweisen sich viele Outsourcing-Verträge speziell in wirtschaftlichen Krisenzeiten als zu unflexibel: „Ein Hauptgrund hierfür ist, dass die Dienstleister, mit denen Verträge abgeschlossen wurden, nach unten nicht unbegrenzt mengenflexibel sind - sie kündigen gegebenenfalls“, so die Autoren in ihrem Bericht.

Zudem bekämen die Firmen in der Wachstumsphase nicht die Preisnachlässe, die sie über Fixkostendegression hätten selbst realisieren können. Deshalb rät Mühlencoert Betrieben, die Zeit der Wirtschaftsflaute zu nutzen, ihre Verträge auf mögliche Beendigungs-Szenarien hin zu überprüfen. So reichten die Regelungen zur ordentlichen und außerordentlichen Kündigung von Outsourcing-Verträgen dem Bericht zufolge oft nicht aus: „Es fehlen Teilkündigungsmöglichkeiten, Nachleistungspflichten, wirtschaftliche Notlagenklauseln, Change-of-Control-Klauseln, die Möglichkeit eines Zugriffs des Kontraktgebers bei Störung der Logistikkette, Mindestmengenregelungen und anderes mehr.“

Quelle: RheinAhrCampus

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