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News, 17.04.2015
Weniger Insolvenzen
Unternehmensinsolvenzen zu Jahresbeginn wieder rückläufig
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Januar nach dem Anstieg Ende letzten Jahres wieder deutlich unter das Niveau des Vorjahresmonats gefallen. Auch Insolvenzen von Verbrauchern gab es erheblich weniger.
Im Januar lag die Summe der offenen Forderungen aus Unternehmensinsolvenzen um mehr als die Hälfte unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im Januar lag die Summe der offenen Forderungen aus Unternehmensinsolvenzen um mehr als die Hälfte unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Der Abwärtstrend bei den Insolvenzen in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres fortgesetzt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes meldeten im Januar in Deutschland 1.739 Unternehmen Insolvenz an. Das waren 12,5 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im Januar 2014. Im Dezember war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nach fast zweijähriger Talfahrt binnen Jahresfrist um 8,1 Prozent gestiegen. Davor war die Zahl der Firmenpleiten seit November 2012 mit Ausnahme des Septembers 2014 (+ 2,7 %) durchweg im Jahresvergleich gesunken. Das gesamte Jahr 2014 betrachtet, lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 24.085 Insolvenzfahren – das waren 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr - sogar so niedrig wie noch nie seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999.

Die mit Abstand meisten Unternehmensinsolvenzen wurden von den Amtsgerichten im Handel und im Baugewerbe registriert. Auf diese beiden Branchen entfiel im Januar mit 297 beziehungsweise 298 beantragten Insolvenzverfahren knapp ein Drittel aller Firmenpleiten. Dahinter folgten Betriebe aus dem Zweig freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (202 Unternehmensinsolvenzen), das Gastgewerbe (196 Insolvenzen), sonstige Dienstleister (158 Firmenpleiten) und der Wirtschaftszweig Verkehr und Lagerei (102 Insolvenzen). Hinzu zu den Unternehmensinsolvenzen kamen 1.645 Insolvenzen ehemals Selbstständiger (- 0,1 % gegenüber Januar 2014), die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen, 71 Insolvenzen natürlicher Personen als Gesellschafter (+ 1,4 %).

Von Verbrauchern wurden zu Beginn des Jahres 6.397 Insolvenzen bei den Amtsgerichten angemeldet. Das waren sogar 14,5 Prozent weniger als im Januar 2014. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen hatte sich 2014 das vierte Jahr in Folge um 5,4 Prozent verringert, im Dezember aber ebenfalls im Jahresvergleich vorübergehend zurückgelegt (+ 5,9 % gegenüber Dezember 2013).

Die Summe der voraussichtlichen offenen Forderungen aus Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte im Januar auf insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro. Das war mehr als die Hälfte weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat (Januar 2014: 2,6 Mrd. Euro).

cs/Destatis

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