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News, 19.03.2007
Steuern und Recht
Unternehmensinsolvenzen 2006 um 17 Prozent gesunken
Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2006 einen deutlichen Rückgang verzeichnete, stieg die Zahl der Insolvenzen im Verbraucherbereich deutlich an. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor.
Nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes verzeichnete Deutschland im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand an Unternehmensinsolvenzen seit dem Jahr 2000 (28.235 Fälle). Demnach meldeten 2006 genau 30.462 Unternehmen Insolvenz an, und damit 17,3 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Bei den Kapitalgesellschaften (GmbHs und Aktiengesellschaften) verringerte sich die Anzahl sogar um 21,3 Prozent und ging auf 13.193 Unternehmensinsolvenzen zurück.

Entsprechend dem Rückgang in Unternehmensinsolvenzen, reduzierte sich 2006 die Anzahl davon betroffener Arbeitnehmer um mehr als 50.0000. So waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2006 insgesamt 116.999 Beschäftige von einer Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Im Vorjahr waren es noch 168.219. Unberücksichtigt bleiben dabei im Jahr 2005 und 2006 Arbeitnehmer von etwa 15% der insolventen Unternehmen, bei denen keine Angaben über die Beschäftigten gemacht werden konnten.

Entgegen der seit 2004 andauernden Entspannung bei den Unternehmensinsolvenzen, scheint sich die finanzielle Situation bei den privaten Haushalten weiter zu verschärfen. Eigenen Angaben zufolge verzeichnete das Statistische Bundesamt 93.242 Verbraucherinsolvenzen. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2005 einen Anstieg um 35,3 Prozent. Ebenfalls deutlich zugenommen hätten die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, deren Zahl um 9,7% auf 27.131. anstieg. Für diesen Personenkreis gilt wie für die Verbraucher die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten.

Einschließlich 2.288 Nachlassinsolvenzen und 2.495 Insolvenzen von Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen betroffen waren, betrug die Gesamtzahl der Insolvenzen 2006 insgesamt 155.220, was einen Anstieg um 13,7 Prozent bedeutet. Die von Gläubigern offenen Forderungen beliefen sich nach Auskunft der Gerichte 2006 auf rund 33 Milliarden Euro, gegenüber 36 Milliarden Euro im Jahr davor. Wenngleich die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Fünftel der Gesamtinsolvenzen ausmachte, entfielen auf sie fast 60 Prozent der gesamten Forderungssumme.

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