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News, 11.07.2011
Umfrage
Smartphone-Nutzer ignorieren Risiken für Datensicherheit
Deutsche Smartphone-Nutzer zeigen einen laxen Umgang mit dem Thema Datensicherheit: Laut einer aktuellen Umfrage erfolgt die Smartphone-Nutzung bei den meisten Deutschen bislang weitestgehend ungeschützt.
Die meisten Smartphone-Nutzer sind sich der Gefahren für die eigenen Daten bislang nicht bewusst.
Die meisten Smartphone-Nutzer sind sich der Gefahren für die eigenen Daten bislang nicht bewusst.
Die große Mehrheit der Nutzer von Smartphones und Tablet-PC in Deutschland spielt derzeit Cyberkriminellen in die Hände. So halten noch immer 62 Prozent der Deutschen eine Datenverschlüsselung im Rahmen der Smartphone-Nutzung für überflüssig. Gut jeder fünfte Smartphone-Nutzer ist sogar der Meinung, dass es im Umgang mit mobilen Geräten überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen zu beachten gebe. Daneben meinen vier von zehn Befragten (40%), dass es auch beim beruflichen Smartphone-Einsatz allein an ihnen sei, sich um das Thema Sicherheit zu kümmern. Eine Einbindung in die IT-Sicherheitsstrategie und Reglementierungen durch die IT-Abteilung lehnen sie entschieden ab. Das zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage „Mobile Geräte im Alltag“ von Steria Mummert Consulting, für die das Marktforschungsunternehmen Toluna 1.000 Personen in Deutschland befragt hat.

„Weniger als 15 Prozent der Smartphone-Nutzer wissen, dass sie es mit einem modernen Kleinstcomputer zu tun haben, der im Prinzip genauso funktioniert wie der heimische PC“, kommentierte Dr. Gerald Spiegel, Experte für IT-Sicherheit bei Steria Mummert Consulting, die Umfrageergebnisse. Infolgedessen nutzten sechs von zehn befragten Nutzern ihre Geräte für Computeraktivitäten, wie etwa Surfen oder E-Mail-Kommunikation, ohne die an sich bekannten Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Selbst sensible Vorgänge, wie beispielsweise Finanztransaktionen, erledigten rund drei von zehn Befragten dem Experten nach mobil. „Im beruflichen Umfeld werden durch den ungesicherten Austausch Kundendaten gefährdet“, warnt Spiegel.

Gerade die mobile Sicherheit betreffend hinkten deutsche Unternehmen jedoch dem Bericht nach hinter. So sind laut Steria Mummert zum Beispiel in den Management-Guidelines, die für Computer und andere Geräte vorgesehen sind, mobile Endgeräte häufig nicht erfasst. Entsprechend dürftig ist das Wissen bei den meisten Nutzern um die mobilen Sicherheitsbedrohungen: Dass sich Smartphones beispielsweise zum illegalen Abhören von Räumen missbrauchen lassen oder der Aufenthaltsort Dank GPS verfolgbar ist, ist nur den Wenigsten bekannt. „Speziell Führungskräfte setzen sich durch Unachtsamkeit rechtlichen Risiken aus. So stellt schon das Speichern von Mitarbeiterdaten im E-Mail-Ordner eines ungeschützten Geräts einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar“, berichtet die IT- und Managementberatung.

Steria Mummert zufolge sei Unternehmen daher dringend anzuraten, sämtliche sich im Umlauf befindlichen mobilen Geräte in das IT-Sicherheitskonzept zu integrieren. „Nur über eine wirksame Kontrolle lassen sich die spezifischen Risiken, beispielsweise durch Datenlecks, ermitteln und gegebenenfalls durch Managed Security Services in den Griff bekommen“, so Security-Experte Spiegel. Wie die Befragung jedoch aufzeigt, müssen Unternehmen hier noch bei den Mitarbeitern eine Menge Überzeugungsarbeit leisten. So wäre aktuell nur rund ein Viertel der Befragten bereit, die Zugriffssteuerung für Bluetooth und andere Übertragungsfunktionen der IT-Abteilung zu überlassen. Bei der Installation von Apps, einem der größten Gefahrenherde mobiler Kommunikation, würde zurzeit sogar nur jeder fünfte Endanwender Restriktionen akzeptieren.
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