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News, 19.03.2012
BITKOM-Umfrage
Nutzerdaten-Gier wird oft mit Falschangaben bestraft
Unternehmen, die im Internet bei Kunden oder Interessenten allzu großen Datenhunger zeigen, werden oft mit Datenmüll bestraft: Knapp die Hälfte der unter 30-jährigen Internetnutzer in Deutschland gibt in solchen Fällen einfach falsche Daten an, ergab jetzt eine Umfrage.
Am häufigsten werden unangemessene Datenabfragen in Social Media mit Falschangaben quitiert.
Am häufigsten werden unangemessene Datenabfragen in Social Media mit Falschangaben quitiert.

Geburtsdatum, Familienstand, private Festnummer etc – insbesondere jüngere Internetnutzer in Deutschland entziehen sich der Gier nach Nutzerdaten vieler Online-Dienstanbieter, indem sie beispielsweise bei der Online-Registrierung Falschangaben machen. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Branchenverbandes BITKOM, in der die ARIS Umfrageforschung über 1.300 Bundesbürger ab 14 Jahren  anonym zu ihrem Verhalten bei Online-Datenabfragen befragt hat. Danach hat mehr als jeder dritte Internetnutzer in Deutschland (36%) schon einmal, um seine Privatsphäre zu schützen, bewusst bei Registrierungsprozessen oder sonstigen Online-Datenabfragen falsche Daten angegeben. Dem BITKOM nach sind rund 19 Millionen Deutsche, die sich Online-Datenkraken so entziehen.

Besonders allergisch auf zu großen Datenhunger reagieren jüngere Internetnutzer unter 30 Jahren:  In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen bekannte sogar fast die Hälfte der Befragten (44%), im Internet schon einmal Falschangaben gemacht zu haben. Von den Internetnutzern ab 65 Jahren setzten sich dagegen bislang erst 25 Prozent auf diese Art gegen unangemessene Datenabfragen zur Wehr. Am weitesten verbreitet sind Falschangaben in Social Media wie Social Networks (13%) und Foren (11%). Nur selten Probleme mit korrekten Angaben haben Deutschlands Internetnutzer dagegen bei Partnerbörsen (5%) und „diversen Formulare“ (3%) sowie bei E-Mail-Provider (2%) und Online-Käufen (1%).

„Falschangaben sind eine typische Abwehrreaktion auf zu umfangreiche Datenabfragen im Internet“, konstatierte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Wer mehr wissen wolle, als aus Sicht der Nutzer angemessen ist, erzeuge Datenmüll. Deshalb rät Kempf zur Datensparsamkeit. „Die Betreiber von Webseiten sollten nur jene Daten abfragen, die für den jeweiligen Dienst unbedingt notwendig sind“, so der BITKOM-Präsident. Auf der anderen Seite gelte das Prinzip der Datensparsamkeit Kempf zufolge aber auch für Internetnutzer, demnach bei Datenabfragen jeder ganz bewusst entscheiden sollte, wem gegenüber er welche Daten preisgibt. „Man muss nicht jedes weiße Feld ausfüllen“, konstatierte Kempf.

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