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News, 17.06.2015
Arbeitgeber screenen Kandidaten online
Bewerber-Check in Social Media mittlerweile Usus
Jeder zweite Arbeitgeber nimmt Bewerber in sozialen Medien unter die Lupe, ergab jetzt eine Umfrage. Viele Personaler haben auch bereits infolge solcher Online-Checks Bewerber „ausselektiert“.
Bei den meisten Arbeitgebern, die Bewerber online durchleuchten, ist die Online-Recherche Teil des Auswahlverfahrens für Interviews. (Grafik: BITKOM)
Bei den meisten Arbeitgebern, die Bewerber online durchleuchten, ist die Online-Recherche Teil des Auswahlverfahrens für Interviews. (Grafik: BITKOM)
Wer sich die Karriere nicht versauen möchte, sollte sehr gut überlegen, was er sozialen Medien postet respektive von sich preisgibt. Denn das Screening von Bewerbern findet immer häufiger nicht nur in Form des Sichtens der Bewerbungsunterlagen, sondern auch in Facebook, Google plus & Co. statt. So ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der digitalen Wirtschaft BITKOM, dass bereits knapp jeder zweite Arbeitgeber in Deutschland (46 %) Bewerber im Social Web durchleuchtet. Recherchequelle Nr. 1 sind Karriere- und Business Networks wie LinkedIn und Xing (39 %). Immerhin rund jeder vierte Arbeitgeber (24 %) durchforstet allerdings auch eher privat genutzte soziale Medien (bspw. Facebook, Google plus und Twitter) nach Profilen von Bewerbern.

. „Profile in Sozialen Netzwerke sind oft aussagekräftiger als eine kurze Bewerbung. Deshalb werden Personalabteilungen künftig noch häufiger darauf zurückgreifen, um sich ein Bild von Kandidaten zu machen“, so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Ein bewusst gepflegtes Profil kann die Bewerbungsunterlagen ergänzen, die eigenen Qualifikationen unterstreichen und das Bild eines Kandidaten abrunden.“

Auch Fotos und Freizeitaktivitäten vielfach relevant

Im Mittelpunkt des Interesses stehen bei der Social Web-Recherche über Kandidaten die fachliche Qualifikation (89 %), öffentliche Äußerungen zu Fachthemen (72 %) sowie über das Unternehmen oder seine Wettbewerber (56 %). Viele Personaler interessieren aber auch für Hobbys und private Aktivitäten (44 %) sowie hochgeladene Fotos (34 %). Die Anzahl der Kontakte der Bewerber in sozialen Medien  oder die politischen Ansichten sind dagegen nur für eine kleine Minderheit der Personalentscheider von Interesse (5 % bzw. 4 %).

Wann die Einträge in sozialen Medien überprüft werden, variiert indes. Fast zwei Drittel der Unternehmen (62 %) informieren sich im Netz vor der Entscheidung, ob ein Bewerber zum Gespräch eingeladen wird, 39 Prozent überprüfen die Angaben nach dem Gespräch, 30 Prozent bereits bei der ersten Sichtung der Unterlagen. Und 12 Prozent gleichen ihr Bild vom Kandidaten kurz vor der Entscheidung, ob ein Vertrag unterschrieben wird, noch einmal mit den Social-Media-Profilen ab.

Immerhin 15 Prozent der Personalchefs, die Bewerber in sozialen Medien durchleuchten, haben wegen den Ergebnissen der Online-Checks auch bereits Bewerber „ausselektiert“. Häufigster Stolperstein sind Widersprüche zwischen den Bewertungsunterlagen und in Social Media geposteten Informationen. 90 Prozent der Personalentscheider, die aufgrund von Online-Recherchen Bewerber ausgemustert haben,  nannten diesen als Grund für die Entscheidung an. Weitere Gründe: Inkompentente fachliche Posts (32 %) und beleidigende Äußerungen in sozialen Medien (6 %).  Kontroverse politische Weltanschauungen oder Fotos von ausgelassenen Partys spielten dagegen keine Rolle.

„Kein Personalentscheider ist so weltfremd, dass er Bewerber aussortieren würde, weil sie ausgelassen feiern. Es gibt aber Grenzen bei dem, was öffentlich ins Netz gestellt werden sollte“, so Rohleder.

cs/BITKOM
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