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News, 16.08.2007
Umfrage
Arbeitnehmer beklagen mangelnde Kommunikation im Unternehmen
Fast jeder sechste Arbeitnehmer fühlt sich aufgrund des Arbeitspensums überfordert. Der steigende Leistungsdruck wird für viele zur Belastung und durch Defizite in der internen Kommunikation noch verstärkt, wie eine Umfrage unter 20.000 Erwerbstätigen zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland nun belegt.
Ein Zehntel aller Beschäftigten in Deutschland beurteilt den eigenen Gesundheitszustand als weniger gut oder gar als schlecht. Der steigende Zeit- und Leistungsdruck, mangelhafte Information und Kommunikation im eigenen Unternehmen sowie die unzureichende Unterstützung durch Vorgesetze machen vielen Arbeitnehmern schwer zu schaffen. Dies zeigen die Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006, die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt wurde.

Geht es nach Einschätzung der erwerbstätigen Bevölkerung in Deutschland, scheint der wirtschaftlichen Aufschwung nur in etwas mehr als jedem zweiten Unternehmen angekommen. Wie aus der repräsentativen Befragung von 20.000 Beschäftigten hervorgeht, beurteilen nur 55 Prozent der befragten Arbeitnehmer die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens als gut und sehr gut. Fast jeden achten der Befragten plage große Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes.

Die 38-Stunden-Woche ist für die meisten Arbeitnehmer längst passé. Rund sechs von zehn Beschäftigten leisten der Umfrage zufolge inzwischen mehr als 40 Stunden jede Woche ab. Da jedoch nur etwa ein Drittel (35,4 %) der Befragten Arbeitsverträge mit solchen Wochenarbeitszeiten hat, scheinen Überstunden weit verbreitet. Darüber hinaus gingen mittlerweile viele Arbeitnehmer Nebentätigkeiten nach, sodass inzwischen etwa jeder Fünfte (21,4 %) über 48 Arbeitsstunden in der Woche komme.

Allen Wehklagen vieler Unternehmen über Qualifikationsdefizite in der eigenen Belegschaft zum Trotz, zeigt sich der Umfrage zufolge der Großteil der Befragten den beruflichen Anforderungen gewachsen. Bezogen auf die eigene Qualifikation fühle sich fast jeder Siebte sogar unterfordert, beim Arbeitspensums fast jeder Sechste jedoch überfordert. So sehen sich laut Umfrage auch mehr als die Hälfte der Befragten (53,5 %) einem steigenden Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt, wobei sich mehr als jede(r) Zweite (60%) davon stark belastet fühlt.

Ebenfalls als belastend angeführt wird von drei Viertel der Arbeitnehmer, wenn ihnen Entscheidung zu spät mitgeteilt werden oder sie nicht über alle für die jeweilige Aufgabenstellung notwendigen Informationen verfügen. Ersteres passiere jedem Achten (12,9 %) häufig, letzteres rund jedem Zwölften (8,0 %) häufig. Auch fehlt es vielen oft an Unterstützung. Demnach ist nur auf jeden zweiten Chef Verlass, wenn Mitarbeiter dessen Unterstützung brauchen. Mangelnde Unterstützung durch direkt Vorgesetzte beklagt rund jeder Sechste (16,1 %).

Weitere Informationen und Details zu den einzelnen Ergebnissen der Umfrage, die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hinsichtlich verschiedener Berufe und Branchen weiter ausgewertet werden, finden Interessenten auf der BAuA-Homepage sowie direkt über den nachfolgenden Hyerlink „weitere Infos“.

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