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News, 22.09.2015
KfW-Nachhaltigkeitsindikator 2015
Trend zu mehr Nachhaltigkeit in Deutschland setzt sich fort
Die Nachhaltigkeit von Wirtschaft, Gesellschaft und ökologischer Entwicklung gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat Deutschland im vergangenen Jahr nach einer Dauerstudie der KfW vor allem beim Umweltschutz.
Beim Umweltschutz hat Deutschland nach zwei Jahren mit eher schwacher Nachhaltigkeitsdynamik beim Umweltschutz  (Bild: panthermedia.net / aniphaes).
Beim Umweltschutz hat Deutschland nach zwei Jahren mit eher schwacher Nachhaltigkeitsdynamik beim Umweltschutz (Bild: panthermedia.net / aniphaes).
Deutschland kommt in Sachen Nachhaltigkeit weiter voran. Mit einem Gesamtscore von 0,5 Zählern knüpft der KfW-Nachhaltigkeitsindikator 2015 an das gute Ergebnis des Vorjahres an. Alle 24 Basisindikatoren zusammengenommen wird der Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre erneut übertroffen. Getragen wird dies von positiven Trends in allen drei untersuchten Nachhaltigkeitsdimensionen Wirtschaft, Umwelt und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Im Jahr 2014 war der Nachhaltigkeitsindikator ebenfalls bei 0,5 gelegen.

Die deutsche Wirtschaft hat sich auch im Jahr 2014 nachhaltig entwickelt und liegt mit 0,6 Punkten wieder deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Fortschritte im Klimaschutz und eine Steigerung der Energieeffizienz stärken die Dimension Umwelt, die auf einen Wert von 0,3 klettert. Auch der Gesellschaftliche Zusammenhalt entwickelt sich positiv und erreicht trotz Stagnation bei den Themen Bildung sowie wirtschaftliche und politische Teilhabe ein erfreulich hohes Ergebnis.

„Der KfW-Nachhaltigkeitsindikator zeigt, dass Deutschland den Nachhaltigkeitspfad konsequent eingeschlagen hat“, kommentierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, die Studienergebnisse. „Entspannt zurücklehnen können wir uns aber noch nicht. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Investitionen, Innovationen und Bildung“, führte Zeuner weiter aus. Auch im Hinblick auf den Klimaschutz und die Energiewende sei Deutschland weiter in der Pflicht, sich anzustrengen. „Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die Ende September in New York offiziell verabschiedet werden sollen, sind eine große Herausforderung, auch für Deutschland. Aber wir sind auf einem guten Weg“, so der Chefökonom der KfW.

Wirtschaft: Investitionen lassen nach wie vor zu wünschen übrig

Bereits zum sechsten Mal in Folge entwickelt sich die deutsche Wirtschaft besser als im langjährigen Durchschnitt. Mit einem Wert von 0,6 Zählern knüpft der Indikator hier an den Wert  des Jahres 2014 an.  Nachhaltigkeitstreiber in wirtschaftlicher Hinsicht ist unter anderem die hohe Erwerbsbeteiligung, die einen neuen Spitzenwert erreicht hat. Als Hemmnis erweist sich dagegen weiterhin der Investitionsstau: „Bei den Investitionen hat es zwar eine leichte Erholung gegeben, der Rückstand ist jedoch insbesondere bei den Infrastrukturinvestitionen noch enorm“, so die KfW. Herausforderungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschlands identifiziert die Studie insbesondere in den Bereichen Energie, Verkehr, Digitalisierung, Innovationen und Bildung.

Umwelt: Starker Anstieg der Energieproduktivität

Ein kräftiger Rückgang der Treibhausgasemissionen um 4,3 Prozent und eine deutliche Steigerung der Energieproduktivität um 6,7 Prozent führen zu einem Anstieg der Nachhaltigkeitsdimension Umwelt von 0,0 auf 0,3 Punkte. „Hier sind jedoch weiterhin erhebliche Anstrengungen erforderlich, wenn die für 2020 gesetzten Energieeffizienz- und Klimaschutzziele erreicht werden sollen“, so die KfW. Dämpfend auf das Ergebnis wirkten sich der Staatsbank nach insbesondere der Anstieg der Luftschadstoffeimissionen sowie ein Rückgang der Artenvielfalt aus.

Langzeitarbeitslosigkeit belastet weiterhin gesellschaftlichen Zusammenhalt

Mit einem Wert von 0,8 Punkten hält sich die Dimension Gesellschaft weiter auf hohem Niveau (Vorjahr: 0,9 Zähler). Verantwortlich für das deutliche Übertreffen des Zehn-Jahres-Durchschnittswerts sind  unter anderem Verbesserungen im Bereich Gesundheit, wo der KfW zufolge ein „erfreulicher Rückgang der Krankheitsfälle“ zu verzeichnen sei. „Negativ wirkt sich hingegen die stagnierende Langzeitarbeitslosenquote aus“, so die Staatsbank. „Auch die Niedrigqualifiziertenquote hat bislang nicht vom Rückgang „früher Schulabgänger“ profitiert“.

Die vollständigen Ergebnisse des KfW-Nachhaltigkeitsindikators stehen kostenlos zum Downlaod zu Verfügung.

cs/KfW

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