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Tontechnik - ein Nine-to-five-Job? Fehlanzeige!

Vor allem ist er eines nicht: ein nine-to-five Job. Vielmehr arbeitet man im Beruf des Tontechnikers zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit – je nach Auftrag oder Auftraggeber eben.
(PM) Deutschland, 07.12.2009 - Vor allem ist er eines nicht: ein nine-to-five Job. Vielmehr arbeitet man im Beruf des Tontechnikers zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit – je nach Auftrag oder Auftraggeber eben.
Davon kann Philipp Winter, genannt Filu, ein Lied singen. „Manchmal verbringt man die ganze Nacht im Studio, wenn eine Produktion fertig werden muss. Vor zehn oder elf Uhr abends ist mit kaum einem Musiker was anzufangen und unter zehn Stunden Arbeit am Stück geht’s auch kaum. Mein persönlicher Rekord liegt bei 26 Stunden.“

Der 29-jährige arbeitet mit Größen wie dem Reggaesänger Jahcoustix oder dem Jazzquartett Quadro Nuevo zusammen und sorgt dafür, dass die Musik der Künstler auf Konzerten oder dem Album möglichst gut klingt; „fett“, wie Filu dazu sagt.

Pro Jahr mischt er neben Studioproduktionen auch durchschnittlich 50 bis 60 Livekonzerte und begleitet unterschiedliche Bands dabei rund um den Globus; die Tour mit der Latin-/Reggae-Gruppe Jamaram beispielsweise führte ihn diesen Dezember bis nach Uganda.

Natürlich gibt es auch Tontechniker in festen Positionen, wie beim Theater, bei Orchestern, Musikverlagen, großen Sendern oder Produktionsfirmen. Dort ist das Arbeitseinkommen zwar geregelt und der Arbeitnehmer abgesichert, die Aufgaben sind jedoch teilweise weniger kreativ.

Und Kreativität ist Philipp wichtig. Er hat sich bewusst für den Weg in die Freiberuflichkeit entschieden, denn sein Traum war es schon immer, direkt mit Musikern zusammen zu arbeiten. „Auch wenn das unsicherer ist, aber dafür ist das Wort Langeweile ein Fremdwort für mich.“

Im Januar arbeitete er zum Beispiel in einem Studio in New York. „Dies wurde von den Betreibern auch gleichzeitig als Wohnung genutzt. Jedes einzelne Zimmer inklusive Küche, Klo und Bad waren verkabelt und man konnte überall aufnehmen. Sogar über dem Bett im Schlafzimmer waren Boxen, durch die man sich den Mix noch mal zum Einschlafen anhören konnte.“
In einem anderen Studio in Brooklyn hatte er einmal fast einen Monat im Aufnahmeraum auf der Couch gewohnt – „als Studiogeist sozusagen. Freizeit gab es da keine mehr.“

Begonnen diesen Traum umzusetzen hat Philipp bereits mit vierzehn: Angefangen hatte alles vor vielen Jahren auf Konzerten befreundeter Bands. "Sie hatten ihre Konzerte und ich kümmerte mich um den Sound. Das war alles noch auf recht unprofessionellem Niveau.“

Auf seinem Weg in die Professionalität kam ihm später vor allem eine solide Grundausbildung zu Gute. Von seinem Bekannten Tai Jason, der inzwischen einer der angesagten Beat-Designer und Produzenten der deutschen HipHop-Szene ist, wurde er auf die Deutsche POP - Die Akademie der Musik und Medienbranche hingewiesen und absolvierte am Standort München eine Ausbildung zum.Tontechniker und Musikproduzenten.

Nach der Ausbildung hatte Philipp Glück: in den Dorian Gray Studios, die eng mit der Deutschen POP zusammenarbeiten, wurde eine Stelle als Tontechniker frei, die er besetzen durfte. "Das Tolle daran war, dass ich dort ziemlich viel Freiraum hatte. Ich konnte meine Kreativität voll ausleben in dem gut ausgerüsteten Studio und vor allem meine Kontakte ausbauen."
Die eigenen Kontakte sind neben der Ausbildung von Fähigkeiten nämlich das A und O im Tontechniker-Business. "Das Pflegen von Netzwerken ist von Anfang an unerlässlich!“.

Oft entwickelten sich neben der langjährigen Zusammenarbeit sogar enge Freundschaften. Über die Jahre haben sich Bekanntschaften entwickelt, die weit über normale Arbeitsbeziehungen hinausgehen.
„Ich fiebere richtig mit, wenn die Band wächst und Erfolg hat und berate sie auch oft schon während der Entstehung der Musik beim Proben.“
So ist Philipp mehr und mehr in die Rolle des Musikproduzenten hineingewachsen und wirkt aktiv an den Alben mit.

Das hat ihn so begeistert, dass er mittlerweile unter dem Künstlernamen Umberto Echo sogar seine eigenen Platten heraus bringt.

Am 15. Februar 2010 erscheint sein zweites Album „Dub The World“, ein Reggae/Dub-Remix-Album mit 15 Künstlern aus 13 Ländern. Unter andern auf dem Album vertreten sind Top Acts wie Seeed, Gentleman und Stereo MCs.

Hat er einen Tipp für alle, die ebenfalls Tontechniker werden möchten?
„Binde Dich an Bands mit Erfolgsaussichten, an coole Leute die geile Musik machen, Musik, die dich berührt. Wachse mit den Bands. Mit einigen arbeite ich schon seit Jahren zusammen.“
So zum Beispiel mit Quadro Nuevo, deren Alben alle mit dem Deutschen Jazz Award ausgezeichnet wurden, und in die Top Ten der Jazz- und Weltmusik-Charts kletterten.
An all diesen Alben war Philipp als Tontechniker beteiligt.

„Da mitgewirkt zu haben ist ein tolles Gefühl – dafür haue ich mir dann gerne die Nächte im Studio um die Ohren!“

Kathrin Thierfelder
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