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News, 14.09.2016
Schwachpunkt
Tablet, Internet & Co. bereits im Kleinkindalter Alltag
Der Umgang mit digitaler Technik wird auch bei Kleinkindern immer mehr zur Normalität. Bei den 6- bis 9-Jährigen ist der Gang ins Internet sogar schon Standard: In dieser Altersgruppe sind bereits fast alle Kinder regelmäßig online. Was die Aufklärung über die Gefahren bei der Nutzung digitaler Medien angeht, hinkt das Gros der Eltern bislang allerdings noch hinterher, zeigt eine aktuelle Untersuchung.
Woran es bei den meisten Kindern, insbesondere bei den jüngsten hakt, ist die digitale Medienkompetenz.
Woran es bei den meisten Kindern, insbesondere bei den jüngsten hakt, ist die digitale Medienkompetenz.


Die Nutzung von Tablets, Computern und Internet ist auch für Kinder mittlerweile eine Selbstverständlichkeit: Drei Viertel der 3- bis 15-Jährigen in Deutschland nutzen regelmäßig das Internet. Selbst bei den 3- bis 5-Jährigen gehören Tablet, Internet & Co. für die Mehrheit bereits zum Lebensalltag, wobei mehr als ein Viertel Tablet und Computer teilweise auch unbeaufsichtigt nutzt. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Ears and Eyes im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben. Über die Gefahren, die im Internet für Nutzer lauern, ist jedoch nur eine Minderheit der Kinder informiert. Laut Studie klären aktuell nur 41 Prozent der Eltern ihre Kinder über die Gefahren auf. Bei den 6- bis 9-Jährigen ist es immerhin noch gut ein Fünftel (21 %), das sich im Internet ohne Wissen um die Risiken im Netz verdingt.

Werden die Kinder aufgeklärt, dann sind es vor allem finanzielle Gefahrenfelder, die bei der Medienerziehung im Fokus stehen. Meist besprochene Themen in Eltern-Kind-Gesprächen zum Thema Internet und Mediennutzung sind der Studie zufolge teure Downloads und I-App-Käufe (62 %). An zweiter Stelle stehen Gefahren für persönliche Daten (58 %), gefolgt von Gesprächen über nicht altersgerechte Apps und Spiele (56 %). Welche Ursachen und Konsequenzen ein Befall des Computers mit Viren, Trojanern & Co. hat, bespricht dagegen nur die Hälfte aller Eltern (49 %) mit ihren Kindern.

"Schon unsere kleinsten Mitbürger nutzen das Internet und müssen vor den Risiken geschützt werden", so Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Eltern sollten ihre Kinder an die Hand nehmen und mit ihnen über das Risiko von In-App-Käufen, Chatprogrammen und über altersgerechte Angebote sprechen."

Internetnutzung bereits im Grundschulalter Standard

Spätestens in der Grundschule gehören Tablet und Internet inzwischen fest zum Lebensalltag. So sind von den 6- bis 9-Jährigen bereits mehr drei Viertel (83 %) regelmäßig mit dem Tablet online. Gut die Hälfte davon surft im Internet vollkommen eigenständig (23 %) oder zumindest teilweise allein (30 %). Aber auch der stationäre Computer und das Smartphone sind in regem Gebrauch. Sie nutzen gut drei Viertel (77 %) beziehungsweise gut zwei Drittel (67 %) zum Gang ins Internet, auch hier teils ohne elterliche Aufsicht (26 % bzw. 29 %). Selbst von den 3- bis 5-Jährigen greift bereits das Gros zum Tablet und zum Smartphone (59 % bzw. 55 %), wobei hier gut ein Viertel (27 %)  das Tablet zumindest teilweise eigenständig nutzt. Auf das Smartphone greifen 14 Prozent der 3- bis 5-Jährigen auch ohne elterliche Hilfestellung zu.

Was Kinder im Netz so treiben


Zu den beliebtesten Webanwendungen im Kindergartenalter zählen spezielle Kinderwebseiten (38 %), Lernspiele und -angebote (34 %), Videoportale (32 %) und Online-Computerspiele (16 %). In der Grundschule spielt das Internet bei 35 Prozent eine Rolle bei den Hausaufgaben und der Unterrichtsvorbereitung. Im Unterschied zu Kindergartenkindern kommen bei den Grundschülern Suchmaschinen (58 %), Instant Messaging (29 %) und E-Mail-Programme (23 %) hinzu. Von den Kindern ab 10 Jahren, die eine weiterführende Schule besuchen, nutzen 79 Prozent das Internet als Hausaufgaben- und Recherchehilfe. Spätestens ab dem Grundschulalter steigt damit das Risiko, dass Kinder mit nicht altersgerechten Inhalten oder Schadsoftware, die beispielsweise über E-Mails eingeschleust wird, in Kontakt kommen. 

cs/ BSI; Bild:
Helene Souza / pixelio.de

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