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News, 28.10.2014
ifo-Index sackt weiter ab
Stimmung der deutschen Wirtschaft wird immer düsterer
Die Zeichen in der deutschen Wirtschaft stehen mehr und mehr auf Abschwung: Im Oktober hat der ifo-Geschäftsklimaindikator den sechsten Monat in Folge nachgegeben.
Für einen Lichtblick sorgt das Dienstleistungsgewerbe: Hier hellte sich die Stimmung deutlich auf.
Für einen Lichtblick sorgt das Dienstleistungsgewerbe: Hier hellte sich die Stimmung deutlich auf.

Die Negativ-Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft mehren sich. Wie das Münchner ifo Institut berichtet, ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober weiter gesunken. Mit einem Rückgang um 1,5 Zähler auf 103,2 Punkte notiert das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer so schlecht wie seit Dezember 2012 nicht mehr. So gab der Teilindikator zur aktuellen Geschäftslage der insgesamt rund 7.000 befragten Unternehmen gegenüber September um weitere 2,0 Zähler auf 108,4 Punkte nach. Auch bezogen auf die weiteren Geschäftsaussichten trübte sich die Stimmung weiter ein. Hier ging der Teilindikator den sechsten Monat in Folge zurück (- 1,0 auf 98,3 Punkte). „Die konjunkturellen Aussichten haben sich nochmals verschlechtert“, konstatiert ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Vor allem in der Industrie verdüstert sich die Stimmung immer stärker. Hier gab das ifo-Gesamtindikator gegenüber September um 4,7 Zähler auf 1,5 Punkte nach. Das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2012 (- 2,8 Punkte). Grund für die weitere Stimmungseintrübung sind sich weiter verschlechternde Bewertungen zur aktuellen Geschäftslage. Hier notiert der Teilindikator nur noch knapp über dem langfristigen Durchschnittswert. Auch die Geschäftserwartungen der Industriebetriebe verschlechterten sich weiter. "Die Kapazitätsauslastung ist um 0,3 Punkte auf 83,7 Prozent gefallen. Nur im Auslandsgeschäft keimte leichte Zuversicht auf", so Sinn.

Auch im Bauhauptgewerbe gab das ifo-Stimmungsbarometer weiter nach. Trotz erneut geringfügigem Rückgang auf - 7,2 Punkte verbleibe der Gesamtindikator allerdings auf einem "weiterhin sehr guten Niveau", erklärte das Institut. So bewerteten die Baubetriebe ihre aktuelle Lage wieder etwas besser als noch im September. Mit Blick auf die Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten sind die Betriebe allerdings so pessimistisch wie seit einem Jahr nicht mehr.

Für einen kleinen Lichtblick sorgen dagegen die Großhandelsunternehmen. Sie zeigen sich, nachdem die Stimmung zuletzt drei Monate in Folge auf Talfahrt ging, mit einem Anstieg des Indikators um 2,3 auf - 2,5 Punkte nicht mehr ganz so negativ wie noch zuletzt. Nach zuletzt drei Rückgängen in Folge verbesserte sich die aktuelle Lagebeurteilung deutlich. Die Erwartungen an die weiteren Geschäfte blieben leicht pessimistisch. Im Einzelhandel trübte sich das Geschäftsklima erneut ein. Die Einzelhändler waren merklich weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen hellten sich allerdings leicht auf.

Im  Dienstleistungsgewerbe  hellte sich die Stimmung, nachdem sie sich zuvor drei Monat in Folge  verschlechtert hatte, auf  23,8 Punkte auf.  Die  Dienstleister  waren  deutlich  zufriedener  mit  ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie erneut optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf. Es ist geplant, verstärkt neue Mitarbeiter einzustellen.

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