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News, 05.04.2011
StepStone-Umfrage
Fach- und Führungskräfte gegen Frauenquote
Nach einer aktuellen Umfrage lehnt das Gros der Fach- und Führungskräfte in Deutschland eine Frauenquote in der Wirtschaft ab. Auch EU-weit findet eine Quotenregelung für Frauen unter Arbeitnehmern wenig Zuspruch.
In den Chefetagen dominieren weiterhin die Männer: Laut einer DIW-Studie  waren 2010 nur 27 Prozent der Führungspositionen in Deutschland mit einer Frau besetzt.
In den Chefetagen dominieren weiterhin die Männer: Laut einer DIW-Studie waren 2010 nur 27 Prozent der Führungspositionen in Deutschland mit einer Frau besetzt.
Sollte es künftig eine Frauenquote geben, die Frauenanteil in den Unternehmen regelt? Sowohl in Deutschland als auch in Europa heißt die Antwort darauf bei den meisten Fach- und Führungskräften Nein. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Stellenbörse StepStone hervor, an der sich 6.496 Fach- und Führungskräfte aus acht europäischen Ländern beteiligt haben. Danach meint in Deutschland nur ein gutes Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte (35%), dass es eine Frauenquote geben sollte, während 65 Prozent dagegen sind. Daneben zeigt ein weiteres Ergebnis der Befragung, dass die Frauenquote auch bei den Arbeitgebern offensichtlich bislang wenig Popularität genießt. So erklärten nur 15 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte, dass im eigenen Unternehmen eine solche Frauenquote bereits gebe, während 85 Prozent die Existenz einer solchen Richtlinie verneinten.

Auch bei den europäischen Nachbarn findet sich für eine Frauenquote unter Fach- und Führungskräften keine Mehrheit. Im Gegenteil: Im europäischen Durchschnitt lehnen sogar fast sieben von zehn befragten Arbeitnehmern (69%) einen vorgeschriebenen Frauenanteil innerhalb der eigenen Firma ab. Bezogen auf den Verbreitungsgrad der Frauenquote liegt Deutschland allerdings leicht unter dem EU-Schnitt, demnach im europäischen Mittel bereits 18 Prozent der Arbeitgeber eine Quotenregelung zum Frauenanteil haben. Am fortschrittlichsten in Sachen Frauenquote ist Norwegen. Hier halten immerhin 43 Prozent der Fach- und Führungskräfte eine Quotenregelung für sinnvoll. „Seit 2008 müssen dort laut Gesetz 40 Prozent der Aufsichtsratsplätze aller größeren börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt werden“, so StepStone. Auch die Belgier zeigen sich für einen festen Frauenanteil verhältnismäßig offen: In Belgien plädieren 38 Prozent für eine Frauenquote, wobei mehr als ein Viertel der Befragten (28%) in einem Unternehmen tätig sind, dass eine solche Quote aktuell schon hat. Die meisten Gegner einer Frauenquote finden sich in Dänemark: Hier lehnen derzeit mehr als acht von zehn befragten Fach- und Führungskräften eine Quotenregelung in Unternehmen ab.

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