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Pressemitteilung

Michael Oehme, CapitalPR AG: Sind Deutschlands Banksparer frei raus?

(PM) St. Gallen, 06.01.2014 - Eine Art Sicherheitsfonds will europäische Sparer vor Restriktionen schützen, sollten sich Banken einmal mehr verzocken. Aber die Sicherheit ist trügerisch. Und bezahlen tut sie letztendlich wieder jeder Sparbuchbesitzer.

Die Zahl sollte man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: 1,6 Billionen Euro hat die Europäische Union in der Finanzmarktkrise in den Bankensektor gepumpt. Damit sind Europas Banken noch lange nicht saniert, viele haben weiterhin großen Bedarf, notleidende Kredite los zu werden. Und so manche Bank in Spanien, Griechenland, Italien, um nur ein paar Beispiele zu nennen, ist noch auf Sanierungskurs. Meist mehr schlecht als recht, denn in diesen Ländern stagniert die Wirtschaft.

„Aber auch in Deutschland hatte die ein-oder-andere Bank noch Schräglage“, erklärt Michael Oehme, Consultant bei der CapitalPR AG in Sankt Gallen. Beispielsweise die Commerzbank, die Dresdner Bank und letztendlich die Bayerische Landesbank, um auch hier nur einige Beispiele zu nennen, die kurzerhand einen Kredit der zwangsverstaatlichten Hypo Alpe Adria über 400 Millionen Euro abschreiben musste, ein kleiner Teil von insgesamt offenen Forderungen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. „Zwar stabilisieren sich diese Banken derzeit, da die deutsche Wirtschaft brummt, aber aus dem Schneider sind diese Banken noch lange nicht“, so Oehme.

Die Frage ist dabei, wer diesen Sanierungskurs überhaupt trägt? Die Antwort liegt auf der Hand: „Auch Kanzlerin Merkel hat Milliarden in die Hand genommen, um die deutschen Banken zu stützen. Bei dem Geld handelt es sich natürlich um Steuereinnahmen – jeder Bürger der Bundesrepublik hat damit seinen Teil dazu beigetragen, dass das Bankensystem in Deutschland so erhalten geblieben ist, wie es ist“, so der Consultant. Damit soll nun Schluss sein, so eine gesamteuropäische Entscheidung. Doch diese scheint vor dem Hintergrund der Realität eigentlich eher geeignet, die europäischen Bürger in falscher Sicherheit zu wiegen.

So sollen künftig zunächst die Eigentümer der Banken bei Schräglagen herangezogen werden, dann die Gläubiger und dann erst die Sparer ab einem Sparvermögen von 100.000 Euro aufwärts. Um diese Situation zu stützen, soll ein Fonds aufgelegt werden, der in zehn Jahren über ein Vermögen von 55 Milliarden Euro verfügen soll. So weit die Fakten.

„Und nun die Realität, denn bei dem Vorschlag handelt es sich aus unserer Sicht um eine formvollendete Mogelpackung“, so Oehme. Zum einen sei ein Betrag von 55 Milliarden Euro in Anbetracht von 1,6 Billionen Euro - und dies erst in zehn Jahren - ein sprichwörtlicher Tropfen auf den heißen Stein. Zum anderen habe jede Bank auch jetzt schon die Möglichkeit, zunächst die Eigentümer zu belangen und dann die Gläubiger um Schuldenerlass zu bitten. „Dies hat jedoch in den Zeiten der Finanzmarktkrise nicht einmal ansatzweise gereicht“, meint Oehme. Nahezu zynisch findet er es, dass als vermögend eingestuft wird, wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto einer Bank führt. Insbesondere vor dem Hintergrund der seit Jahren sinkenden Renten.

Was soll dass alles? „Offen gesagt, hat sich an den Problemen nichts verändert. Was den Sparern hingeworfen wird, ist ein Goody, alles ist gut. Verkannt wird dabei, dass die Banken versuchen werden, den Aufbau des Sicherheitsfonds über Umlagen zu finanzieren. Europas Kontenbesitzer und Sparer sollten sich daher kurzfristig auf neue Kostenerhöhungen einstellen.

Weitere Informationen unter www.capitalpr-ag.ch
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