VOLLTEXTSUCHE
News, 10.10.2012
Deutschlands Exporteure trotzen Krise
Schwellenländer beflügeln deutschen Export
Trotz weiter rückläufiger Exporte in die Eurozone hat die deutsche Wirtschaft im August ihre Ausfuhren gegenüber Juli deutlich steigern können. Auch im Vergleich zum Vorjahr legten die Exporte deutscher Unternehmen kräftig zu.
Dank einer anhaltend dynamischen Nachfrage im außereuropäischen Ausland und in den nicht der Eurozone angehörenden EU-Staaten bleibt der deutsche Export auf Wachstumskurs.
Dank einer anhaltend dynamischen Nachfrage im außereuropäischen Ausland und in den nicht der Eurozone angehörenden EU-Staaten bleibt der deutsche Export auf Wachstumskurs.

Die deutschen Ausfuhren bleiben auf Rekordkurs und versetzen Ökonomen in Erstaunen. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge legten die Exporte deutscher Unternehmen im August gegenüber Juli um 2,4 Prozent auf 90,1 Milliarden Euro zu. Von Reuters befragten Analysten hatten eigentlich mit einem Rückgang binnen Monatsfrist um 0,5 Prozent gerechnet. Auf Jahressicht verzeichnete die deutsche Wirtschaft im August sogar ein Ausfuhrplus von 5,8 Prozent. Im Juli waren die Exporte nach dem Einbruch im Juni (1-,4%) auf Monatssicht um 0,4 Prozent gestiegen und sogar stolze 9,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Entsprechend positiv bleibt die Bilanz im laufenden Gesamtjahr: Den Zeitraum Januar bis August betrachtet erhöhten sich die deutschen Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum  insgesamt um 5,5 Prozent.

Motor im deutschen Außenhandel waren erneut die Länder außerhalb der Europäischen Union (EU). Dem Statistikamt zufolge bezogen diese im August von deutschen Unternehmen Waren im Wert von 41,4 Milliarden Euro. Das ist auf Jahressicht ein Plus von 13,0 Prozent. Die Warenlieferungen in die EU-Mitgliedsstaaten stiegen im August mit einem Gesamtvolumen von 48,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat dagegen lediglich um 0,4 Prozent. Dabei stand einem Rückgang der Exporte in die Eurozone-Länder um 3,1 Prozent auf 30,4 Milliarden Euro ein kräftiger Ausfuhrzuwachs im Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, um 6,8 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro gegenüber.

„Erneut haben die Exporte in die BRIC-Staaten und den Dollarraum die Ausfälle bei den Exporten in die Eurozone mehr als kompensiert“, konstatierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Dennoch bleibe die EU auf absehbare Zeit dem BGA-Chef nach der wichtigste Absatzmarkt für Deutschlands Exporteure. Auch werde die Entwicklung der Exporte in die Länder außerhalb der Eurozone durch einen gegenüber dem US-Dollar weiterhin relativ niedrigen Eurokurs begünstigt. Wie Börner ergänzte, wirke allerdings ein schwacher Euro nicht nur positiv auf die Exporte, sondern belaste auch zugleich die Einfuhrseite, da sich Importe von Rohstoffen und Vorprodukten im Gegenzug verteuerten. „Darüber hinaus hat sich auch ein Nachlassen der Konjunktur in China bereits angekündigt“, so Börner.

Anstieg der Importe aus den Eurozone-Ländern

Die Importe der deutschen Wirtschaft beliefen sich im August auf einen Warenwert von 73,8 Milliarden Euro. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich um 0,3 Prozent. Wichtigster Handelspartner waren auch hier die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen deutsche Unternehmen Waren im Wert von 45,0 Milliarden Euro bezogen. Das ist ein Zuwachs binnen Jahresfrist um 0,7 Prozent, womit sich im August die Wareneinfuhren aus den Ländern der EU auf Jahressicht fast doppelt so stark erhöhten wie die deutschen Warenausfuhren in diese Länder. Die deutschen Importe aus den Eurozone-Ländern überstiegen im August mit einem Volumen von 31,5 Milliarden Euro das Vorjahresniveau – im Gegensatz zu den Exporten - sogar um 1,1 Prozent. „Dies ist ein klarer Beleg, wie sehr die Nachbarstaaten in der Eurozone auch von den deutschen Exporten in die Länder außerhalb der EU profitieren“, so Börner. Aus den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, importierten deutsche Unternehmen mit Wareneinfuhren im Wert von 13,5 Milliarden Euro dagegen etwas weniger als im August 2011 (-0,4%). Das Volumen der Importe aus den Nicht-EU-Ländern blieb im August mit 28,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu konstant (+0,1%).

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG