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News, 09.12.2010
Rückläufige Ausfuhren
Deutsche Exporte schalten einen Gang zurück
Die deutsche Exportwirtschaft hat im Oktober leicht an Fahrt verloren. Trotz des Dämpfers lagen die Exporte aber immer noch um rund ein Fünftel über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Von Januar bis Oktober 2010 erhöhten sich die deutschen Exporte auf Jahressicht um stolze 19,1 Prozent.
Von Januar bis Oktober 2010 erhöhten sich die deutschen Exporte auf Jahressicht um stolze 19,1 Prozent.
Die Dynamik bei den deutschen Ausfuhren schwächt sich ab: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse bekannt, exportierte die deutsche Wirtschaft im Oktober Waren im Wert von 86,8 Milliarden Euro. Das waren kalender- und saisonbereinigt rund 1,1 Prozent weniger als im Vormonat, allerdings immer noch 19,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Von Reuters befragte Analysten hatten eigentlich mit einem erneuten Ausfuhrplus von 0,5 Prozent gerechnet. Im September waren die Exporte noch auf Monatssicht um 3,0 Prozent gestiegen.

Grund zur Sorge sieht Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA), angesichts der im Vergleich zum Vormonat schwächeren Exporte aber nicht. „Der deutsche Außenhandel wächst weiter kräftig. Sowohl die Exporte als auch die Importe profitieren mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten von der weltweiten wirtschaftlichen Erholung“, so der BGA-Chef. Dass sich das Wachstum der Exporte abschwächt, stelle nur eine Normalisierung und keinen Einbruch dar, erklärte Commerzbank-Volkswirtin Ulrike Rondorf.

Zugpferd im deutschen Export waren im Oktober einmal mehr die Länder außerhalb der Europäischen Union (EU), die im Oktober aus Deutschland Waren im Wert von 33,9 Milliarden Euro bezogen. Auf Jahressicht ist das ein Plus von 28,4 Prozent, womit die deutschen Exporte in die sogenannten Drittländer im Oktober eine fast doppelte so hohe Jahreswachstumsrate aufwiesen wie die Ausfuhren in die Länder der EU, die sich mit 52,9 Milliarden Euro binnen Jahresfrist um 14,9 Prozent erhöhten. Größter Absatzmarkt für deutsche Waren innerhalb der EU bleiben weiterhin die Eurozone-Länder, auf die im Oktober mit 35,4 Milliarden Euro (+12,7%) rund zwei Drittel der deutschen EU-Exporte entfielen (Nicht-Eurozone-Länder: 17,5 Mrd. Euro; +19,5%).

Die deutschen Importe beliefen sich im Oktober laut Statistikamt auf 72,6 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 21,0 Prozent entspricht (+0,3% gegenüber September). Wichtigster Bezugsmarkt für deutsche Importeure waren die Länder der EU, aus denen Waren im Wert von 47,0 Milliarden Euro bezogen wurden – 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einfuhren aus den Nicht-EU-Ländern beliefen sich auf 25,6 Milliarden Euro und stiegen binnen Jahresfrist um 28,4 Prozent.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2010 mit einem Überschuss von 14,2 Milliarden Euro. Im Oktober 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 12,5 Milliarden Euro betragen. 
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