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News, 29.09.2008
Riskante Einblicke
Security-Experten warnen vor Google Chrome
Die kritischen Stimmen um den neuen Internet-Browser „Google Chrome“ brechen nicht ab: Einem Bericht des Security-Spezialisten Sophos zufolge sollten Unternehmen, insbesondere solche, die in sensiblen Bereichen tätig sind, die Nutzung von Google Chrome bei Mitarbeitern unterbinden.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Google Chrome, dem neuen Internet-Browser von Google, warnt Sophos davor, Anwendern zu vermitteln, Internet-Browser könnten absolute Sicherheit bieten. „Nachdem Firefox als die sichere Alternative zum Internet Explorer gefeiert wurde, kamen auch dort Sicherheitslücken ans Licht, die erhebliche Gefahren für Surfer darstellen. Gleiches gilt für die aktualisierten Versionen der Opera und Safari Browser und auch den neuen Google Chrome“, berichtet Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. So böten sich im Zuge der neuen Web-Technologien, der zunehmenden Verschmelzung von Web- und Desktop-Anwendungen sowie dem Trend zu Mashup-Seiten mittlerweile so vielfältige Angriffsmöglichkeiten, dass die Browser-Anbieter mit Patches und Updates kaum noch hinterherkämen. Deshalb liege es Hardy zufolge weiterhin in der Verantwortung des Anwenders oder Administrators, dafür zu sorgen, Sicherheitslücken für Angriffe aus dem Internet in seinen Systemen zu erkennen und zu schließen. Eine solche potenzielle Sicherheitslücke sieht Sophos derzeit auch in Google Chrome.

Wie Sophos zufolge das jüngste Beispiel des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins BusinessWeek aufzeige, auf dessen Web-Server mittels SQL-Injection schädlicher Code platziert wurde, können selbst vertrauenswürdige Websites von Cyberkriminellen gehackt und von diesen dazu benutzt werden, ahnungslosen Nutzern beim Besuch derselben unbemerkt einen Trojaner unterzuschieben. Um sich gegen solche Angriffe aus dem Internet schützen zu können, empfehlen die Experten Unternehmen, sich unternehmensweit auf einen Browser festzulegen und ihre Abwehrstrategien auf einen Browser-Tpy zu konzentrieren. Zu solchen Abwehrstrategien zählt Sophos unter anderem die Nutzung bzw. Implementierung von Software wie beispielsweise der in Endpoint Security and Control integrierten Application Control, die es Administratoren erlaubt, zentral die Ausführung unerwünschte Anwendungen, darunter auch 17 Internet-Browser, zu unterbinden.

Mit dem neuen Update von Application Control, die ab Ende September 2008 verfügbar ist, können Administratoren auch den Start von Google Chrome verhindern und so verhindern, dass Google über die Internet-Aktivitäten der Mitarbeiter Daten sammelt und auswertet. Denn durch die enge Verbindung zu anderen Google Diensten und die Speicherung der Suchanfragen im Internet erhalte Google umfassende Informationen über das Rechercheverhalten der Surfer. „Da die Datenschutzregeln von Google in einigen Punkten umstritten sind, sollten Unternehmen, die in sensiblen Bereichen tätig sind, vermeiden, dass ihre Mitarbeiter im Büro Google Chrome nutzen, um zu surfen - unabhängig davon, ob sie den neuen Browser zur privaten oder beruflichen Nutzung einsetzen“, so die Experten. Gleich welchen Browser Unternehmen jedoch nutzen, gilt es laut Sophos zudem darauf zu achten, dass Endanwender das Verhalten von vermeintlich vertrauenswürdigen Webseiten genau beobachten und bei unerwarteten Rückmeldungen und Verbindungen den Internet-Zugang umgehend unterbrechen.

Quelle: Sophos Gmbh

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