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News, 14.04.2011
Online-Werbung boomt
Deutscher Werbemarkt legt deutlich zu
Der Aufwärtstrend im deutschen Werbemarkt hält an. Vor allem das Geschäft mit Online-Werbung boomt. Allein beim Medium Zeitung hat sich der Bruttowerbedruck im ersten Quartal auf Jahressicht verringert.
Während die Tageszeitungen im ersten Quartal an Werbeumsatz verloren, legten die Publikums- und Fachzeitschriften deutlich zu.
Während die Tageszeitungen im ersten Quartal an Werbeumsatz verloren, legten die Publikums- und Fachzeitschriften deutlich zu.
Die anhaltend gute Konjunktur in Deutschland hat der deutschen Werbeindustrie im ersten Quartal ein sattes Plus beschert. Aktuellen Zahlen von The Nielsen Company zufolge gaben Werbungtreibende in Deutschland im ersten Quartal 2011 für Werbung in den so genannten Above-the-line-Medien 5,7 Milliarden Euro aus und damit 4,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010. Geschuldet war das Wachstum im ersten Quartal einem starken Anstieg der Werbeausgaben im Januar (+9,6%) und Februar (+8,9%). Im März verbuchte die Werbewirtschaft auf Jahressicht dagegen einen Rückgang der Werbeumsätze um 2,1 Prozent. Grund für die Werbezurückhaltung im März ist Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt zufolge unter anderem das späte Osterfest. „Während im ersten Quartal 2010 insgesamt 31,4 Millionen Euro auf Werbung mit Bezug zu diesem speziellen Ereignis entfielen, waren es in diesem Jahr bislang lediglich 5,8 Millionen Euro. Daher erwarten wir auch einen werbestarken April, denn Osterzeit ist Werbezeit.“, erklärte Wibbelt.

Online-Werbung weiter auf der Überholspur


Am stärksten legten die Werbeausgaben für Online-Werbung zu. Laut Nielsen stieg der Bruttowerbedruck des Mediums Internet im ersten Quartal auf Jahressicht um 35,6 Prozent auf ein Volumen von 624,3 Millionen Euro. Einen satten Zugewinn verbuchte auch das Medium Plakat, das seine Bruttowerbeerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,4 Prozent auf 216,4 Millionen steigern konnte. Gleiches galt für Kino-Werbung mit einem Umsatzplus von 8,9 Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Auch die in der Vergangenheit stark gebeutelten Publikumszeitschriften konnten ihren Werbeumsatz deutlich steigern. Mit Gesamterlösen in Höhe von 850,6 Millionen Euro stieg hier der Bruttowerbedruck im ersten Quartal auf Jahressicht um 6,6 Prozent. Radio-Werbung legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls um 6,1 Prozent auf 322,2 Millionen Euro zu. Die Fachzeitschriften erzielten mit Werbeerlösen in Höhe von 102,7 Millionen Euro ein Plus von 5,4 Prozent. Beim mit Abstand umsatzstärksten Werbemedium, dem Fernsehen, stieg der Werbeumsatz mit 2,4 Milliarden Euro im ersten Quartal auf Jahressicht um 0,9 Prozent. Schlecht dagegen lief es bei den Tageszeitungen, die als einziges Medium verloren: Mit einem Werbeumsatz von 1,2 Milliarden Euro ging hier der Bruttowerbedruck im ersten Quartal auf Jahressicht um 2,7 Prozent zurück, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Statistik nicht mit einbezogen wurden.

Non-Profit-Organisationen erhöhen Werbedruck am stärksten

Mit Blick auf die Branchen verstärkte unter anderem die Automobilindustrie ihr Werbeengagement. Mit einem Gesamtvolumen von 375,3 Millionen Euro erhöhte sich der Werbedruck im Pkw-Markt im ersten Quartal 2011 auf Jahressicht um 37,8 Millionen Euro bzw. 11,2 Prozent. Wachstumstreiber waren hier laut Nielsen insbesondere Toyota (plus 12,7 Mio. Euro), Opel (plus 9,1 Mio. Euro)  und Seat (plus 8,3 Millionen Euro). „Ein sehr starker Impuls bei den Mediaspendings der Autobauer wurde mit einem Plus von knapp 20 Prozent vor allem im Februar gesetzt. Doch auch für den weiteren Verlauf des Jahres wird der Werbemarkt von den Pkw-Kampagnen für neue Modelleinführungen und hier insbesondere mit einem Schwerpunkt zum Thema Nachhaltigkeit profitieren.“, so Wibbelt. Das höchste relative Wachstum der Werbeausgaben verzeichnete die deutsche Werbewirtschaft jedoch bei caritativen Organisationen, die in der ersten drei Monaten dieses Jahres mit einem Bruttowerbedruck von 87,1 Millionen Euro rund 62 Prozent bzw. 33,4 Millionen Euro mehr in Werbung investierten als im ersten Quartal 2010.

Den stärksten Rückgang der Werbeinvestitionen verzeichnete die Werbebranche bei den Milchprodukteproduzenten. Sie reduzierten ihren Bruttowerbedruck im ersten Vierteljahr auf Jahressicht um 47,1 Millionen Euro und damit fast die Hälfte auf 54,0 Millionen Euro. Rund die Hälfte dieses Rückgangs entfiel auf die Danone-Gruppe, die ihre Werbespendings Nielsen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 22,3 Millionen Euro zurückfuhr. Auch der Handel investierte deutlich weniger in Werbung. Mit einem erneuten Rückgang der Werbeausgaben um 35,9 Millionen Euro auf 479,4 Millionen Euro hält der Abwärtstrend beim Bruttowerbedruck hier weiter an. Am stärksten wirkten hier die Werbekürzungen der Lebensmittelfilialisten, deren Werbeausgaben im ersten Quartal um 22,7 Millionen Euro niedriger lagen als im Vergleichszeitraum 2010. „Edeka hat im Vorjahresquartal seine Werbekampagne „Wir lieben Lebensmittel“ stark beworben. Der Vollsortimenter hat dieses Niveau in diesem Jahr nicht aufrechterhalten, was sich nun massiv in den Gesamtspendings des Handels zeigt.“, so Wibbelt.
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