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News, 21.03.2012
Online-Erpressung
Neue Trojaner-Variante sperrt Computer
Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zufolge ist aktuell ein modifizierter Trojaner im Umlauf, mit dessen Hilfe Cyberkriminelle Computer sperren, um Geldbeträge zu erpressen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen Variante einer Schadsoftware, die bereits seit 2011 bekannt ist. Dem BSI nach sperre die neue Trojaner-Variante betroffene PC-Systeme und fordere dann in einer Einblendung deren Besitzer auf, einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen. Als Begründung für die Zahlungsaufforderung erfolge der Sicherheitsbehörde zufolge der Hinweis, dass mit dem Rechner angeblich Raubkopien heruntergeladen worden seien.

„Enthielten frühere Varianten der Schadsoftware beispielsweise die Logos des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei, der GEMA oder verschiedener Softwareunternehmen, so nutzt die neue Variante missbräuchlich die Logos des BSI und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU)“, so das Bundessicherheitsamt. Dem BSI zufolge wollten die Online-Kriminellen so den Eindruck erwecken, dass die Sperrung bzw. Zahlungsaufforderung von diesen öffentlichen Stellen komme. Dem sei jedoch nicht so. Betroffenen PC-Besitzern rät das BSI im Falle einer Sperrung, keinesfalls zu zahlen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Als generelle Möglichkeit, einen durch einen Trojaner gesperrten Rechner von der Schadsoftware zu befreien, empfiehlt das BSI den Einsatz sogenannter Rettungs-CDs („Rescue-Disks“). Anbieter von Antivirensoftware stellten solche zum Teil auf ihren Websites kostenlos bereit. „Diese Rettungs-CDs müssen über einen nicht betroffenen Rechner heruntergeladen und auf den betroffenen Rechner aufgespielt werden“, so die Sicherheitsbehörde.  Die Hersteller von Antiviren-Software seien informiert und werden dem BSI nach schnellstmöglich entsprechenden Virensignaturen und gegebenenfalls Bereinigungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

Das BSI arbeitet ebenfalls an konkreten Handlungsempfehlungen für Betroffene und werde diese baldmöglichst unter bsi-fuer-buerger.de bereitstellen. Weitere generelle Informationen und Hinweise zum Schutz vor Schadsoftware können auf der Webseite des BSI unter www.bsi-fuer-buerger.de/Schadprogramme abgerufen werden.
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