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Pressemitteilung

Neue Tariflandschaft spaltet PKV-Versicherer

(PM) Berlin, 02.08.2016 - In der deutschen Versicherungslandschaft macht sich ein neuer Trend breit: Wenn sich der Versicherte von seiner Gesellschaft kontrollieren lässt und sein Schadensrisiko durch vernünftiges Verhalten optimiert, wird er durch günstigere Versicherungsprämien belohnt. In der privaten Krankenversicherung ist die Generali mit ihrem Vitality-Tarif der Vorreiter. Doch die Branche zeigt sich angesichts dieser Entwicklung gespalten, denn die Überwachung eines gesundheitsbewussten Verhaltens führt zum gläsernen Kunden.

So funktionieren die neuen Tarife

Das Prinzip hinter der veränderten Tariflandschaft ist einfach. Wer sein Verhalten kontrollieren lässt und sich gesundheitsbewusst verhält, erhält im Gegenzug niedrigere Versicherungsbeiträge. Dabei gibt der Versicherer eine klare Definition, was er unter gesundheitsbewusstem Verhalten versteht. Üblich ist eine Überwachung der Fitness- und Lifestyledaten. Dabei gibt der Kunde bestimmte Gesundheitsdaten an, und er lässt seine sportlichen Aktivitäten überwachen. Möglich ist das durch Apps oder Wearables. Annahmegemäß sind nur Versicherte mit dieser Kontrolle einverstanden, die gesund und sportlich aktiv sind. Diese Kunden möchte man gezielt ansprechen. Sie sollen durch attraktive Preise für ihren Versicherungsschutz animiert werden, kontinuierlich etwas für ihre Gesundheit zu tun. Nach Ansicht der Versicherer entsteht so eine Situation, von der der Versicherte und der Versicherer profitieren, denn gesunde und aktive Kunden verursachen den Gesellschaften geringere Kosten.

Die Branche ist geteilter Meinung

Interessant ist, dass man diesen Ansatz in der Versicherungsbranche nicht nur in der privaten Krankenversicherung verfolgt. So gibt es in der Kraftfahrzeugversicherung mit den Telematiktarifen ähnliche Ansätze, in denen das Fahrverhalten kontrolliert und bei verantwortungsvollem Fahren belohnt wird. Trotzdem zeigen sich die Gesellschaften angesichts des neuen Trends nicht flächendeckend überzeugt. Einige Versicherer bieten bereits ähnliche Tarife an, andere Anbieter lehnen die Überwachung ihrer Kunden ab. Auch Verbraucherschützer sind besorgt, denn letztlich gibt der Kunde sensible Daten über sich heraus, die zu seinem Nachteil verwendet werden können. Und auch die Versicherten selbst sind nicht durchgängig einer Meinung. Während einige Kunden sich gerne überwachen lassen, um für ihren Versicherungsschutz weniger zu bezahlen, lehnen andere dieses Vorgehen ab. Doch berücksichtigt man, dass man bei einer privaten Krankenversicherung die Gesundheit versichert, ist der Ansatz der Gesellschaften nachvollziehbar.

Aktuelle Daten dringend erforderlich

Mit einer PKV versichert sich der Verbraucher gegen hohe Kosten für medizinische Behandlungen. Wie groß dieses Risiko ist, hängt von seinem Verhalten ab. Ein hoher Alkohol- und Zigarettenkonsum ist schädlich, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport sind einer stabilen Gesundheit zuträglich. Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten durchgeführt werden. Wer sich gesundheitsbewusst verhält, reduziert sein Risiko, krank zu werden und hohen Kosten für eine Behandlung zu verursachen. Vor diesem einleuchtenden Hintergrund ist es verständlich, dass viele Versicherer sich Transparenz beim Kundenverhalten wünschen. Neue Daten zum Gesundheitsverhalten und zum Gesundheitszustand sind für den Versicherer von großer Bedeutung, wenn man die Tarifprämie fundiert und risikogerecht kalkulieren will. Vor diesem Hintergrund ist der Ansatz der Gesellschaften verständlich. Die Wahl solcher Tarife ist nach wie vor freiwillig, das heißt, der Versicherte ist nicht gezwungen, einen Tarif zu wählen, bei dem sein Verhalten kontrolliert wird. Insofern entscheidet er sich freiwillig dazu, seine Daten zu übermitteln und die Kosten für seinen Versicherungsschutz aus eigenem Antrieb zu reduzieren.

Wie sich sonst die Kosten der privaten Krankenversicherung genau zusammensetzen, erfährt man auf www.private-krankenversicherungen.net/kosten/
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