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News, 14.07.2009
Mikro-Blogging
Twitter – (noch) ein kleiner Spatz im großen Web 2.0
Twitter hier und Twitter dort - folgt man der Berichterstattung in den Medien, wäre man geneigt zu glauben, dass die Mikro-Blogging-Fangemeinde zahlenmäßig mittlerweile eine wahre Macht im Web 2.0 ist. Wie eine aktuelle Studie jedoch aufzeigt, ist die Zahl der deutschen Twitter-Nutzer bislang sehr gering.
Während sich immer mehr Unternehmen angesichts des Medien-Hypes um Mikro-Blogging-Dienste á la Twitter von dem„140-Zeichen-Virus“ infizieren lassen, in der Annahme schnellst möglich auf den Twitter-Zug aufspringen zu müssen, belegt eine aktuelle Studie von Fittkauf & Maaß: Die in den Medien proklamierte Twitter-Euphorie ist größtenteils gemacht, zumindest was die Nutzerzahlen angeht. So liegt der Anteil derer, die mindestens einmal pro Woche Kurznachrichten über Mikro-Blogging-Dienste versenden oder lesen, zurzeit in Deutschland gerade einmal etwas über drei Prozent, bei den monatlichen Nutzern beträgt die Quote sechs Prozent. Zum Vergleich: Wikis nutzen rund zwei Drittel (66,8%) der deutschen Internnutzer, und bei Social Networks wie zum Beispiel Facebook liegt der monatliche Nutzerkreis bei 41,9 Prozent. Auch Video-Communities (26,2%), Weblogs (24,3%) und Foto-Communities (22,9%) sowie Frage-und-Antwort-Portale (22,3%) sind im Vergleich zu Mikro-Blooging-Diensten immer noch ein Riese.

Twitter: Nur brancheninternes Gezwitscher?

Ein Ergebnis, dass laut Fittkau & Maaß ins Auge fällt, ist die Branchenzugehörigkeit der Twitter-Nutzer: „Unter den berufstätigen Mikro-Bloggern arbeiten überproportional viele in der Branchen EDV, Medien/Verlagswesen sowie Multimedia/Internet. Jeder dritte Mikro-Blogger ist in einer dieser Branchen berufstätig. In der Gesamtnutzerschaft ist es nicht einmal jeder achte“, berichtet Susanne Fittkau von Fittkau & Maaß. Nach Auskunft der Expertin sei die auffällige Branchenverteilung ein Hinweis darauf, dass der Twitter-Dienst zum heutigen Zeitpunkt keinen Kommunikationsweg für die breite Masse der Internet-Nutzer darstellt, sondern lediglich eine ganz bestimmte Zielgruppe anspricht.

Die Twitter-Zielgruppe: Klein, aber fein

Während der Bekanntheits- und Nutzungsgrad bei Twitter eher überschaubar ausfielen, präsentiere sich die Zielgruppe dem Bericht zufolge mit einem interessanten Profil. Danach fallen fast zwei Drittel alle Mikro-Blogging-Nutzer in die Altersgruppe unter 40 Jahre; nimmt indes die Gesamtheit der Internetnutzer, gilt dies noch nicht einmal für jeden zweiten. Des Weiteren zeigen Mikro-Blogger eine hohe Affinität zum Computer und Web 2.0: So nutzen innerhalb der „140-Zeichen-Fangemeinde“ teils doppelt so viele Nutzer Weblogs, Networks & Co. als der Durchschnitt aller Nutzer. Laut Fittkau & Maaß ebenfalls typisch: Die meisten Mikro-Blogger sind wesentlich trendorientierter und kommunikativer sind als der typische Internetnutzer. Danach geben von den Twitter-Fans rund vier von zehn Befragten an, „Produktneuheiten meist sehr früh“  zu kaufen. In der Gesamtnutzerschaft gibt nur jede Fünfte (20%) an. Zudem erklärt fast jeder dritte Mikro-Blogger (30%), gern im Mittelpunkt zu stehen. Innerhalb der Internet-Gemeinde tritt dies demgegenüber nur auf jeden sechsten Nutzer (17%) zu.

Quelle: Fittkauf & Maaß

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