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News, 17.08.2018
Mehr Auszubildende aus Asylherkunftsländern
Zahl der Migranten in Ausbildung stark gestiegen
Trotz Mangel an Auszubildenden wurden im Jahr 2017 in Deutschland mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Junge Frauen entschlossen sich allerdings seltener für einen Lehrberuf. Dafür legte die Zahl der Ausbildungsverträge mit Migranten bzw. Menschen aus Asylherkunftsländern stark zu.
Die Zahl der Auszubildenden mit ausländischen Wurzel legte 2017 um mehr als ein Drittel zu.
Die Zahl der Auszubildenden mit ausländischen Wurzel legte 2017 um mehr als ein Drittel zu.

Im vergangenen Jahr haben sich mehr junge Menschen in Deutschland für eine Ausbildung entschieden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt hat, wurden im vergangenen  Jahr in Deutschland 515.700 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren rund 5.700 neue Ausbildungsverträge mehr als im Jahr davor und ist ein Zuwachs um 1,1 Prozent. Geschuldet war der Anstieg einem deutlichen Zuwachs an neuen männlichen Auszubildenden, deren Zahl das Vorjahresniveau um 3,6 Prozent überstieg. Bei den jungen Frauen ging die Zahl der neuen Auszubildenden dagegen um 2,9 Prozent zurück.

Starker Zuwachs an männlichen Auszubildenden aus dem Ausland

Vor allem die Zahl an neuen Ausbildungsverträgen mit jungen Männern ausländischer Nationalität legte kräftig zu. Sie erhöhte sich mit Zuwachs um 9.900 ausländische neue Auszubildenden gegenüber 2016 um 36,2 Prozent. Die Zahl der Frauen mit Migrationshintergrund, die sich für einen Lehrberuf entschieden, legte ebenfalls zu, erhöhte sich mit 600 neuen Auszubildenden aber deutlich weniger stark (+ 3,3 %).

Verantwortlich für den starken Anstieg der Zahl an männlichen Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln war vor allem eine erheblich höhere Zahl an neuen Auszubildenden aus den Herkunftsländern Afghanistan und Syrien. Hier legte die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2017 mit rund 10.000 um mehr als Dreifache gegenüber dem Vorjahr (3.000 neue Ausbildungsverträge) zu. Mehr als die Hälfte der neuen ausländischen Azubis kamen aus Afghanistan (5.700; Syrien: 4.300). Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge mit Frauen aus Afghanistan und Syrien erhöhte sich mit 820 im Vorjahresvergleich um mehr als das Doppelte (2016: 380).

Beliebtester Ausbildungsberuf: Einzelhandelskauffrau/-kaufmann

Im Ranking der Neuabschlüsse belegte der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 28 500 Verträgen erneut den Spitzenplatz. Zweitbeliebtester Ausbildungsberuf in Deutschland war 2017 Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement (27.900), Verkäufer/-in (22.100), Kraftfahrzeugmechatroniker/-in (21.800) sowie Industriekaufmann/-kauffrau (17.700). Damit entfiel knapp jeder vierte neue Ausbildungsvertrag auf diese fünf am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe.

Bei den Neuabschlüssen von ausländischen Jugendlichen war der Beruf Verkäufer/-in mit 3.000 Verträgen am stärksten besetzt. Es folgten Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r (2.800), Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel (2.800), Friseur/-in (2.700) und Kraftfahrzeugmechatroniker/-in (2.700). Auch bei den Auszubildenden ausländischer Herkunft machten die Top 5-Ausbildungsberufe rund ein Viertel der Neuabschlüsse aus.

cs/Destatis; Bild „Technik Lehrlinge“ von Austrian Airlines / Pauty; Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 2.0

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