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Pressemitteilung

Medienwelten in Migrantenfamilien

Unter dem Titel „Was guckst Du?“ lädt die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen am 23. November 2010 zu einer Fachtagung über Mediennutzung in Migrantenfamilien
(PM) Hamburg/Hannover, 09.11.2010 - Fernsehen spielt auch in Migrantenfamilien eine wichtige Rolle. Muttersprachliche Sendungen dienen als Brücke zur Heimat, Trash TV erfüllt Bedürfnisse nach Entspannung und Ablenkung – soweit die Klischees. Doch wie eine Untersuchung des IZI zeigt, werden in Migrantenfamilien auch Wissenssendungen gesehen, um Spracherwerb und Bildung zu fördern. Wie also sieht der Fernsehabend in Migrantenfamilien aus? Erfüllt er den Wunsch nach familiärer Gemeinsamkeit oder ist das Zweit- und Drittgerät Standard? Wer entscheidet, ob sich die Familie vor Yaprak Dökümü, Galileo oder Zuhause im Glück versammelt? Spielen Medienerziehung und Zeitlimits eine Rolle?

Auf ihrer Fachtagung „Was guckst Du? Und was guckt Ihr Kind?“ widmet sich die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen der Bedeutung von Fernsehen und Internet im Alltag von Migrantenfamilien. Fachleute aus Einrichtungen, die mit Migranten arbeiten, sollen auf dieser Basis für die Medienarbeit mit Migrantenfamilien sensibilisiert werden.

„Wir möchten beleuchten, welche Rolle die Medien im Erziehungsalltag von Migrantenfamilien spielen. Wie wirken sich soziale Milieus auf den Medienumgang und die Erziehungsziele aus? Welche Rolle spielt die Herkunft? Nur, indem wir hier genau hinsehen, können wir sinnvolle medienpädagogische Hilfestellungen geben“, so umreißt Andrea Urban, Leiterin der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, das Ziel der Fachtagung.

Eröffnet wird die Fachtagung von Staatssekretär Heiner Pott vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Andrea Urban stellt danach das LJS-Projekt „Medienpädagogische Gesprächskreise mit Migranteneltern“ vor. Wie diese von Experten moderierten Gesprächskreise aussehen können, erleben die Tagungsgäste direkt im Anschluss: Vor Ort treffen sich von der LJS ausgebildete „Eltern-Medien-Trainer“ mit Migrantenfamilien, um über Computerspiele, Internet und Fernsehnutzung zu sprechen.

Nach diesem Einblick in die medienpädagogische Praxis stellt Dr. Ahmet Toprak von der FH Dortmund verschiedene Erziehungsstile in türkischen Familien vor, bevor Annett Heft von der FU Berlin eine aktuelle Studie zur Mediennutzung Jugendlicher mit Migrationshintergrund im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW präsentiert. Ein Ergebnis: Im Umgang mit neuen Medien unterscheiden sich Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund kaum. Wie intensiv Internet und PC genutzt werden, hängt weniger von der Herkunft als vom Bildungsstatus ab.

„Fernsehwelten in türkischstämmigen Familien“ – diesem Thema widmet sich um 14.00 Uhr ein Vortrag der Journalistin Nurgül Dogan und Dr. Phil. Elke Schlote vom IZI. Zum Abschluss der Tagung werden Andrea Urban und Eva Hanel von der Landesstelle Jugendschutz von der medienpädagogischen Arbeit mit Migranten berichten.

Über eine Berichterstattung zur Tagung würden sich die Veranstalter freuen.

Fachtagung der LJS „Was guckst Du?“ am 23. November 2010 im Congress Centrum Wienecke, Hildesheimerstraße 380, 30519 Hannover. Beginn: 09.30, Ende: 16.30 Uhr.
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Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen arbeitet zu aktuellen Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Tätigkeitsfelder sind: Fortbildungen, Materialentwicklungen, Fachberatung, Projekte, Arbeitskreise und Gremien. Die LJS ist ein Fachreferat der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen.
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