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Managementwissen für Naturwissenschaftler – Ein MBA kann die Eintrittskarte für die Führungslaufbahn bieten

(PM) Köln, 03.02.2014 - Silbermedaillen-Gewinner und Open University MBA-Absolvent Florian Böhl, ehemaliger Wettkämpfer bei den IPC Leichtathletik Weltmeisterschaften, schätzt die sportlichen und akademischen Herausforderungen. Er berichtet, warum er sich für ein MBA-Studium entschied.

Wer als Naturwissenschaftler eine Karriere im Management anstrebt, ist mit einem MBA-Programm gut beraten. Hier werden mit internationaler Ausrichtung betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Führungskompetenzen vermittelt. Gern gesehen sind in der Industrie Pharmazeuten, Ärzte, Biologen, Chemiker, Informatiker oder Ingenieure mit einer MBA-Qualifikation, die an den Schnittstellen zwischen Forschung und betriebswirtschaftlichem Projektmanagement ihr Know-how aus zwei Disziplinen einbringen. Für sie bietet sich viele Vorteile, besonders, wenn sie ihr MBA-Studium berufsbegleitend absolvieren können. Das zeigt die berufliche Entwicklung des promovierten Molekularbiologen Florian Böhl, der an der Open University (OU) Business School 2013 nach dreijähriger Studienzeit seinen MBA im Fernstudium erwarb.

Florian Böhl schätzt sportliche und akademische Herausforderungen gleichermaßen. Als zweifacher Silbermedaillen-Gewinner im Behindertensport, vom Bundespräsidenten ausgezeichnet für seine sportlichen Leistungen mit dem Silbernen Lorbeerblatt, Absolvent eines Diplom-Biologie-Studiums mit anschließender Promotion und als MBA, ist der 41-jährige Familienvater nun als Projektleiter Innovation beim Medizingerätetechnik-Konzern Leica Biosystems tätig. Zuvor war er lange wissenschaftlich tätig in der Zellbiologie-Forschung, unter anderem an den Universitäten Cambridge (England) und Heidelberg sowie in Göteborg (Schweden) und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Das langjährige wissenschaftliche Arbeiten hat Böhl immensen Spaß gemacht und erfüllt, aber die Rahmenbedingungen mit Zeitverträgen entsprachen später nicht mehr den Sicherheitsbedürfnissen einer jungen Familie. „Wenn 70 Prozent des Einkommens schon die Miete mit Nebenkosten verschlingen, fühlt man sich nach und nach dem akademischen Prekariat zugehörig“, begründet Dr. Böhl seinen Wechsel in die Industrie. Dort habe er als Führungskraft aber schnell bemerkt, dass der Fokus ein ganz anderer ist als in der universitären Forschung.

Florian Böhl entschied sich für das Fernstudium an der OU Business School aus zwei Gründen. Zum einen war ihm die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium wichtig. „Ich konnte studieren und gleichzeitig die finanzielle Verantwortung für die Familie tragen“. Für ein bis zwei Jahre Vollzeitstudium den Beruf ganz aufzugeben, war für ihn in seinem Alter und auf der erreichten Karriereposition keine echte Option. „Zum anderen gehörte die Open University zu einer der zwei Institutionen, die mir vom Arbeitgeber empfohlen wurden, der mich teilweise bei meinem MBA-Studium unterstützt hat.“

Das Erlernte habe er im Beruf weitestgehend direkt umsetzen können, „so dass sowohl mein damaliger Arbeitgeber als auch ich davon profitieren konnten“, sagt Böhl. Ein MBA-Studium bewirke aber noch mehr: Das Studium gehe mit einer persönlichen Veränderung einher, so dass er nach dem ersten Studienjahr beschloss, sein Arbeitsumfeld zu wechseln, um kreativer zu arbeiten. „Da ich jetzt im Bereich Innovation tätig bin, kann ich vieles von dem, was ich in den Studienschwerpunkten Marketing, Strategie und Innovation gelernt habe, in die Gestaltung von Prozessen, die Umsetzung der Firmenstrategie in Produktideen und in das Change-Management einbringen“, berichtet Böhl.

„Prinzipiell kann man ein MBA-Studium wie an der OU jeder Führungskraft empfehlen, da es durch das Mantra des permanenten Reflektierens und der Interaktion mit Studienkollegen in den Präsenzseminaren oder Lerngruppen stark persönlichkeitsbildend ist“, glaubt Böhl. Hilfreich für Naturwissenschaftler sei es auf jedem Fall, sich mit den Betriebs- und Sozialwissenschaften auseinanderzusetzen, wenn der Schwerpunkt auf Organisationen und die Interaktion zwischen Menschen gelegt werde.

Leica Biosystems gehört zur Danaher-Gruppe, einem der weltweit größten Medizintechnik-Konzerne. Böhl berichtet direkt an den Vice President für Innovation und Laborautomatisierung. Derzeit verantwortet und leitet er für ein Multi-Millionen-Euro-Innovationsprojekt im Bereich der Laborautomatisierung, das mit Partnern in Australien entwickelt wird.

Florian Böhl war früher Leistungssportler im Behindertensport. Er nahm an den IPC Leichtathletik Weltmeisterschaften 1994 in Berlin teil und nahm eine Silbermedaille im Dreisprung mit nach Hause. Bei den Paralympics in Barcelona 1992 erreichte er zwei Mal den fünften Platz. In Atlanta gewann er 1996 eine Silbermedaille. Bundespräsident Roman Herzog und Bundeskanzler Kohl verliehen ihm für diese Leistungen das Silberne Lorbeerblatt. Heute trainiert der Familienvater in seiner Freizeit eine Jugendgruppe mit rund 25 Kindern im lokalen Leichtathletikverein.
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