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News, 04.06.2014
Gender-Gap in Führungspositionen
Männer mehr als doppelt so häufig Führungskräfte wie Frauen
Männer kommen relativ betrachtet weiterhin erheblich häufiger als Frauen in Führungspositionen, zeigt eine Zensus-Auswertung des Statistischen Bundesamtes.
Frauen bleiben in den Chefetagen weiter deutlich unterrepräsentiert: 2011 gab es in Deutschland 900.000 mehr männliche als weibliche Führungskräfte.
Frauen bleiben in den Chefetagen weiter deutlich unterrepräsentiert: 2011 gab es in Deutschland 900.000 mehr männliche als weibliche Führungskräfte.

Wie aus dem Zensus  2011 hervorgeht, gab es zum Stichtag 9. Mai 2011 in Deutschland rund 21,4 Millionen männliche Erwerbstätige. Davon waren 1,5 Millionen Führungskräfte. Das entspricht einem Führungskräfte-Anteil von 6,8 Prozent. Damit hatten von den Männern anteilsmäßig mehr als doppelt so viele Führungspositionen inne wie von den Frauen: Unter diesen fanden sich zum Stichtag lediglich rund 600.000 Führungskräfte. Das war gemessen an den insgesamt rund 18,2 Millionen Frauen, die als Angestellte oder Selbstständige in Deutschland einem Job nachgingen, lediglich ein Anteil von 3,1 Prozent.

Gender-Gap bei Führungspositionen nimmt mit Alter zu

In den jüngeren Altersklassen sind die Unterschiede, was die Führungskräfte-Quote angeht,  zwischen Frauen und Männern noch gering. Ab der Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen geht die Schere jedoch deutlich auseinander. Dem Statistikamt zufolge weisen hier die Männer einen deutlich höheren Führungskräfte-Anteil als die Frauen auf, deren Führungsquote mit dem Alter lediglich in moderatem Umfang zunimmt. Am größten ist die Kluft gegen Ende des Berufslebens. So bekleidet von den Männern im Alter zwischen 60 und 64 Jahren knapp jeder Zehnte (9,7 %) eine Führungsposition, von den Frauen dieser Altersgruppe dagegen weniger als jeder Zwanzigste (4,1 %). „In dieser Altersklasse erreichen beide Geschlechter ihren höchsten Anteil an Führungskräften“, so die Statistikbehörde.

Beamtinnen mit etwas besseren Chancen auf eine Führungsposition

Bei Betrachtung der Führungskräfte nach ihrer Stellung im Beruf ist der Anteil unter den Selbstständigen mit Beschäftigten am höchsten. Auch liegen Frauen und Männer, was die Führungskräfte-Quote angeht, hier laut Zensus nahezu gleichauf (23,8 % gegenüber  22,1 %). Des Weiteren zeigt sich, dass der Führungskräfte-Anteil bei Beamtinnen mit 3,6 Prozent ein wenig höher liegt als bei den sonstigen Beschäftigten (2,3 %). Anders bei den Männern. Hier weist der Zensus im Beamten-Sektor mit 5,1 Prozent eine etwas niedrigere Führungskräfte-Quote aus als in den sonstigen Beschäftigungsverhältnissen (5,6 %).

Fast ein Drittel aller Frauen in Gesundheits- und Sozialberufen tätig

Auch bei den ausgeübten Berufen gibt es große Unterschiede zwischen Frauen und Männern. So geht mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen einem Beruf in den Bereichen „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (29,8 %) sowie „Unternehmensorganisation, Recht und Verwaltung“ (26,3 %) nach, von den Männern jedoch nur ein gutes Fünftel (8,2 % bzw. 14,1 %). Auch im „Verkauf, Vertrieb und Tourismus“ sind Frauen deutlich häufiger als Männer beruflich tätig (19,5 % gegenüber 8,4 %). In der „Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung“ zeigt sich ein umgekehrtes Bild. In diesen Bereich zieht es beruflich Männer mit einem Anteil von 29,6 Prozent erheblich häufiger als Frauen (6,4 %). Letzteres gilt auch für die Bereiche „Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik“ (Männer: 11,3 %; Frauen: 4,9 %) sowie „Naturwissenschaft, Geografie und Informatik“ (Männer:4,8 %; Frauen: 1,4 %).

Die meisten Frauen gehen Bürojobs nach, Männer sind am häufigsten Berufskraftfahrer

Im Rahmen der Zensus-Auswertung hat das Statistikamt auch die bei Frauen und Männern 20 häufigsten Berufsarten ermittelt. Danach ist der von  Männern am häufigsten ausgeübte Beruf der des Berufskraftfahrers (als Fachkraft im LKW-basierten Güterverkehr): 2,6 Prozent der Männer verdienten damit zum Erhebungszeitpunkt ihre Brötchen. Dahinter folgten eine Tätigkeit als Geschäftsführer oder Vorstand (2,1 %) und Fachkraft-Tätigkeiten in der Lagerwirtschaft (1,9 %). Bei den Frauen wies der Zensus mit einem Anteil von 6,0 Prozent Fachkraft-Tätigkeiten im Büro als häufigste Berufsart aus, gefolgt von einfachen Jobs im Reinigungsgewerbe (4,8 %) und Fachkraft-Stellen für Betriebswirtinnen (3,8 %).

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