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News, 07.07.2010
Lohnentwicklung
Beschäftigte erzielen deutlichen Reallohnzuwachs
Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Reallöhne deutscher Arbeitnehmer so stark gestiegen wie seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Bruttolöhne und –gehälter in Deutschland im Zeitraum Januar bis März 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 1,6 Prozent doppelt so stark wie die Verbraucherpreise, die sich lediglich um 0,8 Prozent erhöhten. Damit lagen die Reallöhne in Deutschland im ersten Quartal um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Den Statistikern zufolge war dies der höchste Reallohnanstieg binnen Jahresfrist seit dem vierten Quartal 2008. Zwischen Oktober und Dezember 2009 waren die Reallöhne in Deutschland noch um 0,4 Prozent auf Jahressicht gesunken.

Lohnentwicklung äußerst unterschiedlich

Wie der Blick auf die einzelnen Branchen zeigt, konnten bei weitem nicht alle Arbeitnehmer Lohnzuwächse verzeichnen. So mussten beispielsweise Arbeitnehmer in der Schifffahrt zu Beginn des Jahres auf Jahressicht Verdiensteinbußen in Höhe von 5,8 Prozent hinnehmen, während Arbeitnehmer aus den anderen Wirtschaftszweigen im Bereich Verkehr und Lagerei einen Anstieg ihrer Bruttolöhne und –gehälter verzeichneten. Auch in der Energieversorgung sanken die Löhne deutlich. Hier gingen die Verdienste der Beschäftigten im Durchschnitt um 4,2 Prozent zurück. Gleiches galt im Baugewerbe und in der Wasserversorgung, wo die Bruttoverdienste ebenfalls um 1,1 bzw. 0,5 Prozent geringer ausfielen als im Vorjahr.

In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste an. Die höchsten Lohnzuwächse verzeichneten der Verdiensterhebung zufolge Beschäftigte im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation, wo die Bruttoverdienste im ersten Quartal durchschnittlich um 3,9 Prozent höher lagen als im Vergleichszeitraum 2009. Im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen stieg das Lohnniveau auf Jahressicht ebenfalls deutlich. Hier lagen die Löhne und Gehälter im ersten Quartal im Schnitt um 3,7 bzw. 3,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Finanzwirtschaft ist Spitzenzahler


Laut Statistischem Bundesamt lag das durchschnittliche Monatsgehalt eines Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ohne Sonderzahlungen im ersten Quartal 2010 bei 3.178 Euro brutto. Das höchste Durchschnittseinkommen erzielten Arbeitnehmer in der Finanz- und Versicherungswirtschaft, die der Erhebung zufolge im ersten Vierteljahr durchschnittlich auf ein Gehalt von 4.224 Euro brutto kamen, gefolgt von den Beschäftigten im Bereich Informationen und Kommunikation mit im Schnitt 4.212 Euro Bruttoverdienst pro Monat. Die niedrigsten Verdienste verzeichneten Beschäftigte im Gastgewerbe. Hier lagen die Bruttomonatslöhne und –gehälter im ersten Vierteljahr im Schnitt bei 1.914 Euro.
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