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News, 31.12.2009
Konjunktur 2010
Mehrzahl der Wirtschaftsverbände sieht Aufwärtstrend
Die deutsche Wirtschaft scheint sich langsam wieder aufzurappeln: Viele Branchen registrieren erste Zeichen der Erholung und sehen Grund für leisen Optimismus. Dennoch ist auf breiter Front mit einem Abbau der Beschäftigung zu rechnen, wie eine IW-Umfrage unter deutschen Wirtschaftsverbänden aufzeigt.
Die Konjunktur in Deutschland scheint auf dem Weg der Besserung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Instituts deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor, der zufolge 27 von 44 befragten Wirtschaftsverbänden berichten, dass die Stimmung bei den Unternehmen ihrer Sparte besser sei als Ende letzten Jahres. Zudem erwartet die Hälfte der Verbände bessere Geschäfte als 2009. Viele andere Branchen aber haben weiterhin zu kämpfen: in sieben Branchen ist die Lage unverändert, und immerhin zehn weitere Sparten beurteilen den Status Quo sogar noch schlechter als vor einem Jahr.

„Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ist nach wie vor nicht überwunden und wird auch im nächsten Jahr einige Branchen noch hart treffen“, so IW-Direktor Prof. Michael Hüther. Doch scheine insgesamt das Gröbste überstanden, so Hüther weiter.

Jede zweite Branche erwartet Umsatz-/ Produktionszuwachs

Laut Umfrage erwarten 20 der 44 befragten Branchenverbände einen leichten Anstieg der Produktion oder einen etwas höheren Umsatz als 2009. Die Energie- und Wasserwirtschaft sowie die Eisen- und Stahlindustrie rechnen sogar mit einem starken Produktionszuwachs. Neun weitere Sparten erwarten, dass Produktion bzw. Umsatz etwa das Niveau von 2009 erreichen werden, und zwölf Verbände, dass die Talfahrt weiter anhält: Sie gehen auch 2010 von einem Produktionsabbau bzw. Umsatzrückgang aus.

Kaum Dynamik bei den Investitionen

Die verbesserten Geschäftserwartungen schlagen sich nur bedingt in einer höheren Investitionsneigung der Unternehmen nieder: Nur neun Verbände gehen von einem Anstieg der Investitionen aus, während 24 weitere erwarten, dass 2010 in ihrer Branche etwa gleich viel investiert wird wie im Jahr 2009. In immerhin 11 weiteren Branchen wird 2010 im Jahresschnitt sogar ein Minus stehen, demnach die Investitionen hier geringer ausfallen werden als 2009.

Mehrheit der Branchen erwartet Stellenabbau

Laut Umfrage werden die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2010 zum einem verstärkten Abbau der Beschäftigung in Deutschland führen. Danach gehen 27 der 44 befragten Wirtschaftsverbände von einem Stellenabbau in der eigenen Branche aus, während 16 weitere Branchen für 2010 erwarten, dass die Anzahl der Beschäftigten konstant bleibt. Mit einem Anstieg der Beschäftigung hingegen rechnet nur die Lederindustrie.

„Die Unternehmen konnten lange Zeit mit flexiblen Arbeitszeitkonten sowie Kurzarbeit ihre Beschäftigten halten und werden dies auch im kommenden Jahr versuchen“, meint Hüther. Sollten die Erwartungen allerdings weiter einbrechen, würden viele Unternehmen nicht um einen Arbeitsplatzabbau herumkommen.

[Quelle: IW Köln]
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