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News, 17.04.2015
Kapitalanlage-Tipps
Goldene Regeln für die Geldanlage
Zwei Drittel aller Anleger waren im vergangenen Jahr mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage unzufrieden, so der Bankenfachverband. Doch auch in Zeiten niedriger Zinsen muss Anlegerfrust nicht unbedingt sein. Wer diese goldenen Regeln beachtet, zieht am Jahresende eine positive Bilanz.
Rendite, Sicherheit , Liquidität und Flexibilität – hier gilt es, den optimalen Mix zu finden. (Bild: Postbank)
Rendite, Sicherheit , Liquidität und Flexibilität – hier gilt es, den optimalen Mix zu finden. (Bild: Postbank)

Der Börsenguru Warren Buffett schaffte es mit dem Grundsatz „Kaufe nur, was du auch verstehst“ vom Zeitungsboten zum Milliardär. Also Finger weg von Firmen, Fonds, Zertifikaten und anderen Wertpapieren, die man nicht durchschaut – auch wenn die Gewinnversprechen noch so verlockend sind. Mit Börsengeschäften verbunden ist die Pflicht, sich ausreichend zu informieren – etwa über das Unternehmen und dessen Branche, von dem man Aktien erwerben will, oder über die Strategie des Fonds, in den man plant einzusteigen. „Eine Orientierung bieten auch die gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationsblätter bzw. Anlegerinformationen (auch „Beipackzettel“ genannt), die Kunden zu jedem Finanzprodukt vorgelegt werden müssen“, erläutert Aktienfachmann Karsten Rusch von der Postbank. „Sie geben einen Überblick über die wesentlichen Eigenschaften und Kosten der Geldanlage.“ Nur wer das Investment versteht, kann Chancen und Risiken gegeneinander abwägen und eine mündige Entscheidung für oder gegen die Anlage treffen.

Anlageziele kennen und definieren

Zu welchem Zweck will ich mein Geld anlegen? Als Notgroschen, für den Kauf eines Autos oder einer Immobilie, die Ausbildung meiner Kinder oder die finanzielle Absicherung im Rentenalter? „Wer sich über den Zweck seiner Geldanlage im Klaren ist, weiß, wie viel Kapital er benötigt und wann es verfügbar sein muss. Dementsprechend kann der Anleger eine passende Strategie entwickeln und damit seine Ziele erreichen“, so Rusch. Vor allem der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle: Je länger der Zeithorizont, desto eher können Wertschwankungen – zum Beispiel von Aktien und Fonds mit aussichtsreichen Renditechancen – ausgeglichen werden. Wer auch kurzfristig auf seine Rücklagen zugreifen will, sollte zusätzlich eine von der Börse unabhängige und sofort verfügbare Anlageform wie das Tagesgeldkonto wählen.

Risikovorsorge geht vor Altersvorsorge

Private Altersvorsorge ist essenziell – das ist unbestritten. Doch wer in die private Vorsorge investiert, sollte schon die Risiken abgesichert haben, die vor dem Ruhestand bestehen. „Wichtig ist, dass jeder über eine Privathaftpflicht und eine Berufsunfähigkeitsversicherung verfügt“, so der Postbank-Experte. „Und wer eine Familie gründet, sollte diese durch eine Risikolebensversicherung absichern – so ist im Todesfall das Auskommen gesichert.“ In der Regel macht es zudem mehr Sinn, freies Kapital in den Abbau von eventuell vorhandenen Schulden zu stecken und Sondertilgungsmöglichkeiten voll auszunutzen.

Der Mix macht’s

„Nicht alle Eier in einen Korb legen.“ – Bei der Kapitalanlage bedeutet dieser Rat, dass Vermögen auf verschiedene Anlageformen und -klassen verteilt werden sollte. Dabei muss der Mix auf die Ziele und die konkrete Lebenssituation des Anlegers zugeschnitten sein. Da sich die Rendite der verschiedenen Anlagen unterschiedlich entwickeln kann, stabilisiert sich unterm Strich der Gewinn – und potenzielle Risiken werden abgefedert.

Wohlfühlen ist Pflicht

Was nützen mir die aussichtsreichsten Renditechancen, wenn mich die Geldanlage um meine kostbare Nachtruhe bringt? Jeder Anleger bringt eine ganz persönliche Risikoneigung mit, jeder geht anders mit Fehlern und Erfolgen um und trifft Entscheidungen auf seine eigene Art – der eine eher analytisch, der andere aus dem Bauch heraus. Egal ob vorsichtiger, chancenorientierter oder risikobereiter Anleger: Man sollte sich im Klaren sein, welcher Typ man selbst ist, und seine Anlage dementsprechend planen.

Bescheidenheit ist eine Zier

Beim Handel an der Börse ist Selbstüberschätzung einer der größten Fehler. Gerade Neulinge, die bei einigen Transaktionen erfolgreich waren, neigen dazu, ihre Kompetenz zu überschätzen. Sie verfallen der Illusion, alles im Griff zu haben, und schreiben die Erfolge ihren Fähigkeiten zu – auch wenn es tatsächlich nur Zufall war. Dies birgt die Gefahr, zu hohe Risiken einzugehen.

Angebote prüfen und auf Gebühren achten

Ist die Entscheidung für ein Finanzprodukt gefallen, gilt es für den Anleger, die Angebote genauer unter die Lupe zu nehmen. „Wichtig ist, sich ausreichend Zeit zu nehmen, den Vertrag in Ruhe zu lesen und offene Fragen zu klären – gegebenenfalls auch durch einen außenstehenden Ratgeber“, sagt Rusch. „Ein seriöser Berater wird den Kunden niemals unter Druck setzen und ihn zu einer Unterschrift drängen.“ Wie bei jedem Vertragsabschluss ist es sinnvoll, Vergleichsangebote von anderen Anbietern einzuholen. „Wichtig ist dabei, die gesamten Kosten – inklusive Abschluss- und Verwaltungskosten – zu betrachten“, so der Anlage- und Aktienspezialist der Postbank.

cs/Postbank

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