Nach über zehn Jahren hat Mozialla mit seinem Browser Firefox den bisherigen Platzhirschen Internet Explorer von Microsoft auf Platz zwei verdrängt.
Das Tor zur digitalen Welt: Wer den Browser-Markt beherrscht, dem eröffnen sich im Internet immense Potenziale. Das weiß auch Google. Doch selbst Googles Marktmacht reicht bislang nicht aus, um mit dem eigenen Browser Chrome die Konkurrenten auf die Schnelle zu gefährden.
Wie aus der neuesten „WWW-Benutzer-Analyse W3B“ von Fittkau & Maaß hervorgeht, ist Firefox in Deutschland inzwischen der mit Abstand meist genutzte Browser. Danach nutzen im Erhebungszeitraum Oktober/November dieses Jahres 44,2 Prozent der deutschen Internetnutzer die aktuelle Firefox 3.0-Version als Tor zum Internet. Den Browser Internet Explorer 8 von Microsoft hingegen setzte nur ein Viertel (25,5%) der Befragten ein.
Auch alle Versionen des Internet Explorer zusammen genommen, hat Firefox im Browser-Rennen nun die Nase vorn: Der Studie zufolge kommt Mozilla mit seinen Firefox-Versionen auf einen Marktanteil von 45,6 Prozent, während Microsoft als Browser-Anbieter nur noch für 44,4 Prozent der Surfer erste Wahl ist. Abgeschlagen auf dem dritten Platz im Browser-Ranking liegt Apple mit Safari (4,4%), gefolgt von Opera (2,7%) und dem Browser-Neuling Google Chrome, während der einstige Browser-Primus Netscape (0,6%) schon Geschichte ist.
Wenngleich Microsoft Anfang 2006 den Wettlauf mit Firefox aufgenommen habe, sei der Verlust von Marktanteilen Fittkau & Maaß zufolge nicht zu bremsen. Zwar sei der in den vergangenen Tagen angekündigte Internet Explorer 9 nach Meinung der Experten vielversprechend. Die für Dezember erwartete Version von Firefox wird er jedoch nicht einholen können, so die Prognose der Marktforscher von Fittkau & Maaß.
Erschwerend für Microsoft hinzu kommt, dass laut W3B-Studie noch 43 Prozent der Internet Explorer-Nutzer mit einem "alten" Browser surfen – rund 16% nutzen sogar noch die Version 6 aus dem Jahr 2001. Obwohl eine Aktualisierung von Version 7 auf 8 bequem per Systemaktualisierung erfolgen könnte, hat rund ein Viertel der Internet-Explorer-Nutzer dies noch nicht getan. „Aufgrund der aktuellen Dominanz von Firefox dürften alle über den offiziellen HTML-Standard hinausgehenden Erweiterungen, die Microsoft dem Internet Explorer in der Vergangenheit hinzugefügt hat, für Internet Entwickler zukünftig irrelevant sein“, so Fittkau & Maas.
[Quelle:
Fittkau & Maas]