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News, 14.10.2015
Mehr Firmenpleiten
Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiter steigend
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Juli den zweiten Monat in Folge auf Jahressicht gestiegen. Die Zahl der Insolvenzen von Verbrauchern zeigt dagegen weiterhin nach unten.
Die ersten sieben Monate betrachtet, unterschreitet die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiterhin das Vorjahresniveau.
Die ersten sieben Monate betrachtet, unterschreitet die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiterhin das Vorjahresniveau.

Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland nehmen weiter zu. Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge lag die Zahl der von den Amtsgerichten gemeldeten Unternehmensinsolvenzen im Juli mit insgesamt 2.187 Insolvenzanträgen 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das war der zweite Monat in Folge, in die Zahl der Unternehmensinsolvenzen höher lag als im Vorjahresmonat. Im Juni hatte die Zahl der Firmenpleiten den Vorjahresstand sogar um 11,2 Prozent überschritten.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden von den Amtsgerichten im Handel registriert. Hier meldeten im Juli 417 Unternehmen Insolvenz an. An zweiter Stelle im Ranking der am stärksten betroffenen Branchen folgte das Baugewerbe mit 350 Insolvenzanträgen von Unternehmen, vor dem Wirtschaftsbereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (272 Unternehmensinsolvenzen), dem Gastgewerbe (221 Insolvenzanträge) und dem Verarbeitenden Gewerbe (158).

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte im Juli auf rund 1,4 Milliarden Euro. Das waren 900.000 Euro weniger als im Vorjahresmonat und ist ein Rückgang um 40 Prozent. (Juli 2014: 2,3 Mrd. Euro). „Der Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Juli 2014 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert hatten als im Juli 2015“, teilte die Statistikbehörde mit.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten im Juli weitere 9.058 übrige Schuldner Insolvenz an. Das waren 12,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Darunter waren 6.927 Insolvenzanträge von Verbrauchern, Hier verringerte sich die Zahl der Insolvenzen im Jahresvergleich sogar um 13,1 Prozent. Weitere 1.821 Insolvenzen betrafen ehemals selbstständig Tätige, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen. Das waren 8,8 Prozent weniger als im Juli 2014.

Betrachtet man jedoch den Zeitraum Januar bis Juli, liegt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen trotz der Anstiege in den letzten beiden Monaten noch immer unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hier weist die Insolvenzstatistik mit insgesamt 13.745 Unternehmensinsolvenzen einen Rückgang binnen Jahresfrist um 2,8 Prozent aus. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen unterschreitet das Niveau des Vorjahreszeitraums mit 47.248 Fällen sogar um 9,1 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen liegt im Sieben-Monatszeitraum mit 75.190 Insolvenzanträgen 6,7 Prozent unter dem Vorjahresstand.

cs/Destatis; Bild: Henning Hraban Ramm  / pixelio.de

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