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News, 02.06.2015
Preisauftrieb verstärkt sich
Inflation in Deutschland zieht weiter an
Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Mai erneut beschleunigt. Inflationstreiber waren unter anderem Nahrungsmittel.
Im Mai haben die Lebensmittelpreise den zweiten Monat in Folge deutlich angezogen.
Im Mai haben die Lebensmittelpreise den zweiten Monat in Folge deutlich angezogen.
Die Lebenshaltungskosten in Deutschland ziehen weiter an. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten ermittelt hat, mussten Verbraucher im Mai für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 0,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich die Inflation in Deutschland, nachdem die Preise zu Beginn des Jahres noch auf Jahressicht gesunken waren, den vierten Monat in Folge beschleunigt.  Im April war die Jahresteuerungsrate bei 0,5 Prozent gelegen. Aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB)  steigen die Verbraucherpreise allerdings in Deutschland nach wie vor zu langsam: Geht es nach ihr beziehungsweise Preisstabilitätskriterien, gilt eine Jahresteuerungsrate von knapp unter zwei Prozent als ideal.

Nahrungsmittelpreise steigen wieder schneller


Verantwortlich für das weitere Anziehen der Jahresteuerungsrate sind unter anderem wieder stärker steigende Lebensmittelpreise. Während die Preise für Waren insgesamt immer noch leicht um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau blieben, mussten Verbraucher für Lebensmittel durchschnittlich 1,4 Prozent mehr zahlen als im Mai 2014. Im April hatten die Nahrungsmittelpreise, nachdem sie zuvor vier Monate in Folge binnen Jahresfrist gesunken waren, erstmals wieder deutlich angezogen (+ 1,1 % gegenüber April 2014). Auch für Dienstleistungen mussten Verbraucher im Mai tiefer in die Tasche greifen. Sie verteuerten sich auf Jahressicht im Schnitt um 1,5 Prozent und damit ebenfalls stärker als im Monat zuvor (April: + 1,2 %). Die Mieten lagen im Mai durchschnittlich 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Deutlich Entlastungen verzeichneten die Deutschen dagegen weiterhin bei Energie. Hierfür mussten Verbraucher im Mai durchschnittlich 5,0 Prozent weniger zahlen als im Mai 2014. Seit Beginn des Jahres haben sich die Preisrückgänge allerdings hier deutlich abgeschwächt: Im Januar waren die Energiepreise noch im Durchschnitt 9,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

cs/Destatis

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