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News, 09.07.2012
Industrie macht Dampf
Deutsche Produktion legt deutlich zu
Die deutsche Wirtschaft hat im Mai die Erzeugung unerwartet deutlich ausgeweitet. Besonders steil nach oben ging die Produktion im Baugewerbe. In der Industrie erhöhte sich der Ausstoß ebenfalls auf breiter Front.
Auf Zweimonatssicht verlor die Produktion der deutschen Industriebetriebe allerdings im Durchschnitt leicht an Fahrt.
Auf Zweimonatssicht verlor die Produktion der deutschen Industriebetriebe allerdings im Durchschnitt leicht an Fahrt.

Das Produzierende Gewerbe Deutschlands macht gegen die Krise Dampf. Dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufolge steigerte die deutsche Wirtschaft ihre Produktion im Mai gegenüber April um preis-, kalender- und saisonbereinigt 1,6 Prozent. Ökonomen hatten lediglich mit einem minimalen Produktionszuwachs um 0,1 Prozent gerechnet, nachdem der Ausstoß im April leicht aufwärts revidiert auf Monatssicht um 2,1 Prozent gesunken war. „Insgesamt haben sich im Produzierenden Gewerbe trotz der bestehenden Risiken aus dem Eurogebiet die Chancen für ein stabiles zweites Quartal verbessert“, zeigte sich das Ministerium verhalten optimistisch.

Vor allem im Bauhauptgewerbe stieg der Ausstoß deutlich. Dem Ministerium nach stand hier im Mai auf Monatssicht ein Produktzuwachs um 3,1 Prozent zu Buche. Der Ausstoß der Industrie erhöhte sich im Mai um durchschnittlich 1,8 Prozent. Die stärkste Produktionsausweitung melden die Konsumgüterproduzenten mit einem Ausstoßplus von 3,8 Prozent. Bei den Vorleistungsgüter- sowie den Investitionsgüterproduzenten  erhöhte sich die Produktion im Mai auf Monatssicht um 1,0 bzw. 1,7 Prozent. Lediglich die Energieerzeuger drückten auf die Bremse: Sie fuhren die Erzeugung binnen Monatsfrist um 1,8 Prozent zurück.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März verlor die deutsche Produktion jedoch um 0,3 Prozent an Fahrt. Dabei stand einem starken Produktionszuwachs im Bau um 7,0 Prozent eine um 0,9 Prozent geringere Erzeugung in der Industrie gegenüber. Hier meldeten vor allem die Investitionsgüterproduzenten eine deutliche Produktionseinschränkung (-2,2%). Bei den Konsumgüterproduzenten ging die Produktion dagegen auf Zweimonatssicht nur leicht zurück (-0,5%), bei den Vorleistungsgüter legte sie sogar leicht zu (+0,3%). Auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verlor die deutsche Produktion leicht an Dynamik. Hier steht in der Zweimonatsbetrachtung insgesamt auf Jahressicht ein Produktionsrückgang um 0,8 Prozent zu Buche (Industrie: -0,8%; Bauhauptgewerbe: +1,1%).

Insgesamt betrachtet zeige sich dem Ministerium nach das Produzierende Gewerbe bislang allerdings stabil. „Die Bauproduktion notiert mit dem im Mai kräftigen Anstieg saisonbereinigt deutlich über dem Stand im ersten Quartal. In der Industrie wurde dieser Stand leicht überschritten, wenngleich der Zuwachs der Industrieproduktion infolge der besonderen Brückentagskonstellation im April und Mai etwas überzeichnet ist“, so das Wirtschaftsministerium.

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