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News, 13.08.2014
Trend zur intelligenten Produktion verstärkt sich
Industrie 4.0 erobert fertigenden Mittelstand in Deutschland
Die intelligente, automatisierte, selbststeuernde Produktion und Fertigung, auch als Industrie 4.0 bezeichnet, ist im industriellen Mittelstand in Deutschland immer stärker auf dem Vormarsch. So hat sich einer Studie nach der Anteil mittelständischer Betriebe, deren Fertigung mit dem zentralen Managementsystem verknüpft ist, um zehn Prozentpunkte erhöht.
Der fertigende Mittelstand in Deutschland ist im Industrie 4.0-Zeitalter angekommen. So haben 70 Prozent der mittelständischen Industriebetriebe  Interesse an dezentral vernetzten, selbststeuernden Produktions- und Fertigungsprozessen oder ihre Produktion und Fertigung bereits auf solcher umgestellt. Das geht aus der neusten Erhebung des Marktforschungsinstitutes Pierre Audoin Consultants (PAC) im Rahmen des von dem IT Full-Service-Anbieters Freudenberg IT beauftragten „IT Innovation Readiness Index“ hervor. Damit hat sich der Anteil der Mittelständler, die auf Industrie 4.0-Technologien setzen, binnen eines Jahres um rund 50 Prozent erhöht.

MES und MDE inzwischen Standard

Stark auf dem Vormarsch ist vor allem die IT-gestützte Maschinen- und Betriebsdatenerfassung, kurz MDE bzw. BDE. Rund 68 Prozent der Fertigungsbetriebe haben mittlerweile MDE und BDE-Software im Einsatz. Im Vorjahr  war dies erst bei 53 Prozent der Fall. Auch binden immer mehr Betriebe ihr intelligentes Fertigungssystem, das sogenannte Manufacturing Execution System, kurz MES,  an kaufmännische Softwaresysteme an: Während dies 2013 erst für 57 Prozent der Mittelständler galt, sind es inzwischen 67 Prozent, die ihre Produktion und Fertigung („Shop Floor“) an andere Managementsysteme („Top Floor“) angebunden haben. Was das Umrüsten auf intelligente Produktionsanlagen angeht, stockt dagegen die Entwicklung: Hier zeigt die Studie mit einer Verbreitung von unverändert 52 Prozent keine Bewegung im Vergleich zum Vorjahr. „Die leicht rückläufigen Werte bei den IT-Lösungen zur Anlagenfernwartung sowie den Automatisierungslösungen ergeben sich daraus, dass die Zusammensetzung der befragten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leicht variierte. Aus diesem Grund können auch leichte Schwankungen in den Aussagen der befragten Unternehmen auftreten“, so PAC.

Bremsend auf die Verbreitung von Industrie 4.0-Technologien im Mittelstand wirkt insbesondere das Fehlen verbindlicher Standards für den Datenaustausch in der Produktion. Rund jeder vierte Produktions- und Fertigungsbetrieb (23 %) sieht dies als ein Problem an. „Die MES-Anlagen-Integration ist auf system- und herstellerunabhängige Schnittstellen wie OPC Unified Architecture (OPC UA) angewiesen. Nur so kann das MES sein volles Potenzial als Nukleus der intelligenten Fabrik entfalten“, so Thomas Ahlers, Mitglied der Geschäftsleitung der Freudenberg IT.

Ein Zusammenfassung aller Ergebnisse der Studie „IT Innovation Readiness Index 2014“ steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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