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News, 09.03.2015
Mehr IT-Angriffe
Immer mehr deutsche Unternehmen werden Opfer von IT-Attacken
Im vergangenen Jahr hat sich der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die Opfer externer IT-Angriffe wurden, nach einer Studie um ein Drittel erhöht. Die meisten IT-Sicherheitsvorfälle gingen allerdings auf Mitarbeiter zurück.

Knapp jedes dritte Unternehmen in Deutschland (30 %) hat in den vergangenen zwei Jahren IT-Sicherheitsvorfälle verzeichnet. Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des BITKOM hervor, für die die Aris Umfrageforschung in Deutschland 458 Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl ab 20 Mitarbeitern befragt hat. Damit blieb der Anteil der befragten Firmen mit Datenschutz- und Datensicherheitsvorfällen gegenüber der Vorjahresumfrage exakt stabil (2014: ebenfalls 30 %). Was die Art der Sicherheitsvorfälle angeht, gab es allerdings Veränderungen. So wurden erheblich mehr Unternehmen über das Internet attackiert: Während im Vorjahr lediglich 30 Prozent der Firmen mit IT-Sicherheitsvorfällen von außen Attacken auf ihre IT-Systeme verzeichnet hatten, hat sich ihr Anteil auf 40 Prozent erhöht. Eine Zunahme zeigt sich auch bei den „vor Ort“ verursachten IT-Sicherheitsvorfällen, wie beispielsweise gezieltem Datenklau durch Angestellte oder aus dem Unternehmen ausgeschiedene Mitarbeiter sowie das Einschleusen von mit Malware infizierten Datenträgern. Hier erhöhte sich der Anteil der betroffenen Firmen von 58 Prozent auf 65 Prozent.

„Deutsche Unternehmen sind zu einem attraktiven Ziel für Cybergangster und ausländische Geheimdienste geworden“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Umso wichtiger ist es, die Sicherheitsvorkehrungen immer auf dem neuesten Stand zu halten und regelmäßig in den Schutz der eigenen IT-Systeme zu investieren.“

Mittelstand für Cyberkriminelle besonders attraktives Ziel

Der Erhebung nach sind kleine und mittelgroße Unternehmen stärker von IT-Sicherheitsvorfällen betroffen als Großunternehmen. So gab es in der Unternehmensklasse mit 20 bis 499 Mitarbeitern bei knapp jedem dritten Unternehmen  IT-Sicherheitsvorkommnisse, in der Größenklasse ab 500 Beschäftigten dagegen nur bei einem knappen Fünftel. 

„Große Unternehmen sind zwar häufiger Angriffsziel, können die Attacken aber aufgrund ihrer personellen, finanziellen und technischen Ressourcen besser abwehren“, erklärte Kempf. „Vor allem innovative Mittelständler mit ihrem spezialisierten Know-how in bestimmten Märkten und Technologien wecken bei kriminellen Hackern und Geheimdiensten Begehrlichkeiten.“

In der Regel haben es die Cyberkriminellen dem Verband zufolge auf das geistige Eigentum der Unternehmen abgesehen. „Neben Patenten, Bauplänen oder Konzepten für Produkte und Dienste können auch Marketingaktionen, Kundendaten, Produktionspläne oder Mitarbeiterprofile von Interesse sein“, so der BITKOM.

Als Sicherheitsmaßnahmen empfiehlt der Verband neben dem Grundschutz mit aktuellen Virenscanner, Firewalls und regelmäßigen Software-Updates zudem den Einsatz von Software zur Erkennung von IT-Angriffen, sogenannter „Intrusion Detection“-Software. Als weitere Schutzmaßnahme rät der Verband, immer wieder sogenannte Penetrationstests durchzuführen, um die IT auf Schwachstellen hin zu überprüfen. „Darüber hinaus verbessern organisatorische Maßnahmen wie Zugangskontrollen oder die Festlegung von Zugriffsrechten für bestimmte Gruppen von Mitarbeitern das Sicherheitsniveau in den Betrieben“, so der Verband.

cs/Bitkom

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