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News, 24.11.2010
Ifo-Geschäftsklima
Deutsche Wirtschaft sprüht vor Optimismus
Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft hält weiter an: Im November kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex auf den höchsten Stand im wiedervereinigten Deutschland.
Die Stimmung bei deutschen Unternehmen ist so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch bekannt, legte der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im November zum sechsten Mal in Folge auf 109,3 Punkte zu (Oktober: 107,7 Punkte). Damit überstieg der Ifo-Indikator, der die aktuelle Wirtschaftslage deutscher Unternehmen und deren Geschäftserwartungen im kommenden Halbjahr erfasst, sogar den Wert des Booms 2006/2007 und erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Danach bewerten die befragten deutschen Unternehmen nicht nur ihre aktuelle Lage, sondern auch die weiteren Geschäftsaussichten abermals besser als im Vormonat. „Die deutsche Wirtschaft schraubt sich immer höher“, kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Zahlen.

Stimmungsaufschwung auf breiter Front

Am besten war die Stimmung im November im Verarbeitenden Gewerbe, wo der Ifo-Geschäftsklimaindikator zum sechsten Mal in Folge um 3,4 Punkte auf 25,1 Punkte anstieg. Grund für den kräftigen Anstieg war insbesondere deutliche bessere Lagebeurteilungen der Industriebetriebe. Aber auch die weitere Geschäftsentwicklung schätzten die befragten Firmen noch mal etwas besser ein als im Oktober. „Vom Auslandsgeschäft versprechen sich die Industriefirmen weniger starke Impulse als im vergangenen Monat. Doch durch die verbesserten Erwartungen für die Investitionsgüternachfrage, die wesentlicher Teil der Binnennachfrage ist, wird dieser Effekt mehr als kompensiert“, erklärte Sinn. So planten denn auch die Betriebe, die eigene Belegschaft weiter auszuweiten.

Den stärksten Stimmungsaufschwung verzeichnete das Ifo-Institut im Einzelhandel: Hier schoss der Ifo-Indikator im November um 4,1 Punkte auf 13,3 Punkte in die Höhe. Ausschlagend für den kräftigen Anstieg waren deutlich bessere Geschäftsprognosen, während die aktuelle Wirtschaftslage von Einzelhändlern nicht mehr ganz so gut beurteilt wurde wie noch im vergangenen Monat. Im Großhandel sind die Befragten mit einem erneuten Anstieg des Indikators um 2,9 Punkte auf 22,4 Punkte besonders positiv gestimmt, demnach sowohl die ohnehin schon äußerst positive Geschäftslage als auch die weitere Geschäftsentwicklung von den Handelsunternehmen noch einmal besser eingeschätzt wird als bislang.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima im November ebenfalls erneut verbessert. Hier legte der Indikator um 1,6 Punkte auf -16,8 Punkte zu. Bei den Stimmungskurven zeigt sich im Bauhauptgewerbe allerdings ein zweigeteiltes Bild, demnach die Baubetriebe im November zwar deutlich bessere Geschäfte machten als zuvor, bezogen auf die weitere Geschäftsentwicklung aber nicht mehr ganz so optimistisch sind wie im Oktober.

Im deutschen Dienstleistungsgewerbe legte der Ifo-Geschäftsklimaindex im November ebenfalls zu. Zum sechsten Mal in Folge bewerteten die Dienstleister ihre aktuelle Wirtschaftslage besser als im Vormonat. Auch die Prognosen für das kommende Halbjahr fielen noch mal etwas positiver aus als im Oktober. “Die Personalplanungen der Dienstleistungsunternehmen sind unverändert positiv“, so Sinn.
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