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News, 06.01.2010
IfM-Statistik 2009
Mehr Existenzgründungen, weniger Liquidationen
Im Jahr 2009 haben mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt als noch 2008. Der Wermutstropfen an der Unternehmerfront: Während die Zahl der Unternehmensaufgaben (Liquidationen) leicht abnahm, stiegen die Unternehmensinsolvenzen kräftig an.

Neuesten Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) zufolge erfolgten 2009  in Deutschland 410.000 Existenzgründungen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet diese ein Plus von 2,7 Prozent. Weiterhin positiv: Trotz der schwersten Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik ging die Zahl der Unternehmensliquidationen im Krisenjahr 2009 zurück. So geht das IfM für das vergangene Jahr von 397.000 Liquidationen und somit 3,6 Prozent weniger Unternehmensauflösungen als im Vorjahr aus. Damit wird der Gründungssaldo als Differenz der Gründungen und Liquidationen im Jahr 2009 im Gegensatz zum Jahr davor, wo dieses erstmals seit Mitte der 70er Jahr ein Minus ausgewiesen hatte, wieder positiv ausfallen.

Unternehmensinsolvenzen schießen in die Höhe

Wenngleich die gesunkene Anzahl an Liquidationen laut IfM im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise eine leichte Entwarnung bedeute, führten deren Folgen dennoch viele Unternehmen an den Abgrund. So stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr dramatisch an: In ihrer Schätzung gehen die Wirtschaftsforscher davon aus, dass sich die Zahl der Firmen, die Insolvenz anmelden mussten, 2009 um 17 Prozent auf 34.300 erhöht hat. „Die Finanz- und Wirtschaftskrise führte somit verstärkt zu einer Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit, so dass eine steigende Zahl von Unternehmen zu einer Insolvenzanmeldung gezwungen war“, so das IfM.

Dass die Liquidationen trotz des signifikanten Anstiegs der Unternehmensinsolvenzen zurückgingen, führen die Wirtschaftsforscher darauf zurück, dass ein kompletter Marktaustritt im vergangenen Jahr – anders als 2008 – nur in geringem Ausmaß eine attraktive Alternative darstellte. Zum einen, weil der Wiedereintritt in den ersten Arbeitsmarkt in Form einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Krisenzeiten erschwert sei. Und zum anderen, weil die registrierte Arbeitslosigkeit für viele Selbstständige mangels freiwilliger Versicherung in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung keine Option darstelle. Zudem könne die Selbstständigkeit in Krisenzeiten eine gute, in Einzelfällen sogar die einzige Erwerbsmöglichkeit bieten, weshalb der Marktaustritt in vielen Fällen ausgeblieben sei.


[Quelle: IfM]
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