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News, 26.05.2008
Management (allgemein)
Ideenmanagement führt zu Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe
Ideenmanagement bringt Unternehmen bares Geld: So bezifferten 290 Unternehmen im Rahmen einer Umfrage den unternehmerischen Nutzen von Verbesserungsvorschlägen ihrer Mitarbeiter im Jahr 2007 auf rund 1,5 Milliarden Euro.
Im Schnitt bringt ein Verbesserungsvorschlag, den ein Mitarbeiter seinem Unternehmen unterbreitet, diesem 684 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib), in der sich 290 Unternehmen zur unternehmerischen Bedeutung und Stellenwert von Mitarbeiterideen geäußert haben. Demnach wurden von den rund zwei Millionen Beschäftigten dieser Unternehmen im letzten Jahr 1,4 Millionen Verbesserungsvorschläge eingereicht, die nach Auskunft der Befragten zu Effizienzgewinnen in Höhe insgesamt 1,49 Milliarden Euro führten – pro Unternehmen im Schnitt rund fünf Millionen Euro.

„Erfahrungsaustausch ist die effizienteste Investition“, meint Walter Scheurle, Personalvorstand der Deutschen Post World Net und Pate 2007 für die Aktion ‚Ideen machen Zukunft’, demzufolge das Management von Ideen und Vorschlägen der Mitarbeiter sowohl im Hinblick auf die Kostensituation als auch die Qualitäts- und Innovationsfähigkeit für Unternehmen eine immer größere und zudem strategische Bedeutung gewinne. „Gute Ideen sind dabei kein Zufall, sondern benötigen ein entsprechendes Umfeld von unbürokratischer Organisation und Bewertung sowie attraktiven Anreizen im Unternehmen“, so der Personalvorstand.

Dass sich ein effizientes Ideenmanagement für Unternehmen vielfach auszahlt, beweist vor allem die Deutsche Post AG: Im Jahr 2007 haben ihre 180.000 Beschäftigten rund 200.000 Verbesserungsvorschläge eingereicht, die dem Unternehmen eine Effizienzgewinn von etwa 257 Millionen Euro brachten. Dabei konnte die Post seit 1999 (17.800 Vorschläge / 300.000 Euro Jahresnutzen) durch konsequentes Ideenmanagement die durchschnittliche Wertschöpfung pro eingereichtem Vorschlag von knapp 17 Euro um fast das Achtzigfache auf 1285 Euro steigern.

Auch wenn dem dib zufolge das kreative Personal der eigenen Mitarbeiter von vielen Unternehmen hierzulande derzeit noch nicht effizient genutzt wird: Das Ideenmanagement gewinnt in deutschen Unternehmen immer höhere Bedeutung und findet auch bei deren Mitarbeitern immer höhere Akzeptanz, wie weitere Ergebnisse der Umfrage belegen:

  • Wachsende Bereitschaft von Mitarbeitern, Ideen einzubringen: So stieg die Zahl der von den Mitarbeitern eingereichten Verbesserungsvorschläge von 1,27 Millionen im Jahr 2006 auf knapp 1,4 Millionen im letzten Jahr.
  • Steigende Beteiligungsquote: 2006 betrug der Anteil der Mitarbeiter, die Vorschläge einreichten, im Durchschnitt noch 22,1 Prozent. 2007 waren es hingegen 23,4 Prozent. Am größten ist das kreative Engagement der Mitarbeiter in der Industrie (31%), und dort allen voran in der Autozulieferer-Industrie (46%), am niedrigsten im Dienstleistungssektor und in der Verwaltung (11%).
  • Anstieg der Anzahl an Vorschlägen pro Mitarbeiter: Waren es vor fünf Jahren noch 0,52 Ideen pro MA, so stieg die Zahl 2007 bereits auf 0,72 Ideen pro MA. Das höchste Output pro Mitarbeiter verzeichnet dabei die Autozulieferer-Industrie (2,0 Ideen pro Mitarbeiter) sowie unter anderem in der Elektroindustrie (1,52) und der Metallverarbeitenden Industrie (1,39). Bei Verkehrsbetrieben, öffentlichen Körperschaften und Krankenhäusern sei die Quote dem dib zufolge hingegen wesentlich geringer.
  • Ideenmanagement wird immer effizienter: Der Nutzen für Unternehmen aus Mitarbeiterideen ist mit 1,49 Milliarden Euro (2006: 1,48 Mrd. Euro) weiter im Aufwärtstrend. Das entspricht einem Nutzen pro umgesetzten und quantifizierbaren Vorschlag von 6.462 Euro und von 684 Euro pro Mitarbeiter.
  • Steigende Bereitschaft der Unternehmen, Ideen umzusetzen: Die Umsetzungsquote liegt im Durchschnitt aller Branchen bei 65,2 % (2006: 64,0 %). Zwei von drei betrachteten Vorschlägen werden demnach umgesetzt.
  • Anstieg der Prämiensumme für eingereichte Ideen: Die Arbeitnehmer erhielten über 168 Millionen Euro an Prämien für ihre Vorschläge (2006: 163 Mio. Euro). Damit liegt der Durchschnitt je prämiertem Verbesserungsvorschlag unverändert bei 183 €.

Quelle: Deutsches Institut für Betriebswirtschaft (dip)

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