VOLLTEXTSUCHE
News, 24.04.2012
IW-Konjunkturumfrage
Deutsche Wirtschaft in Aufschwungsstimmung
Steigende Exporte, mehr Investitionen, Ausweitung der Produktion – laut Frühjahrsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln herrscht in den Chefetagen deutscher Unternehmen wieder Wachstumsoptimismus.
Für 2012 erwartet das IW Köln ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um mehr als ein Prozent.
Für 2012 erwartet das IW Köln ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um mehr als ein Prozent.
Die Wachstumsampel in der deutschen Wirtschaft hat nach einem Rotsignal im Winter zurück auf grün geschalten. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Danach erwarten 38 Prozent der deutschen Unternehmen, dass sich ihrer Produktion 2012 erhöhen wird. Von einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gehen dagegen nur 16,8 Prozent der Unternehmen aus. Damit hat sich der Saldo zwischen positiven und negativen Produktionserwartungen im Vergleich zur Herbstumfrage vergangenen Jahres von 12 auf nunmehr 22 Prozentpunkte fast verdoppelt. Dem IW Köln nach untermauerten die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage die aktuelle IW-Konjunkturprognose, der zufolge sich die deutsche Wirtschaftsleistung 2012 voraussichtlich um 1,25 Prozent erhöhen dürfte und im kommenden Jahr sogar ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von etwa zwei Prozent in Aussicht steht.

Dass die deutsche Wachstumslok inzwischen wieder Fahrt aufnimmt, zeigen auch die anderen Ergebnisse der Konjunkturumfrage. So erwarten 26,2 Prozent der deutschen Unternehmen, dass sie mehr ins Ausland exportieren werden als 2011. Mit einem Rückgang der Exporte rechnen im laufenden Jahr dagegen nur 11,0 Prozent. Auch die Gewinnprognosen zeichnen insgesamt ein positives Bild, demnach fast jedes dritte Unternehmen (31,8%) einen höheren Gewinn erwartet als im Vorjahr, während nur ein Viertel (26,2%) in diesem Jahr von einem Rückgang des Gewinns ausgeht.

Die Investitionen dürften ebenfalls das Wachstum stützen, wenn auch in deutlichen schwächerem Ausmaß als im Vorjahr: Hier geht das IW Köln in seiner Konjunkturprognose mit einem Plus von etwa drei Prozent im Jahresdurchschnitt von einem nurmehr halb so starken Wachstum aus (2011: 6,25%). Grund für die deutliche schwächere Investitionsdynamik sei dem Institut zufolge, dass die Kapazitätsauslastung in der Industrie zurzeit mit 85 Prozent nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt liege, weshalb die Investitionsneigung geringer ausgeprägt sei als in den Boom-Jahren vor der Krise. Laut Frühjahrsumfrage wollen dennoch immerhin mehr als ein Drittel (35,9%), auch aufgrund der derzeit günstigen Bindungen auf dem Kreditmarkt, ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr steigern, während nur 16,1 Prozent ihr Investitionsvolumen 2012 zurückfahren wollen.

Die aufwärtsgerichtete Stimmung in der deutschen Wirtschaft schlägt sich auch in den Beschäftigungserwartungen der Unternehmen nieder. So gehen 33,1 Prozent der Firmen davon aus, dass sie im Jahresschnitt 2012 mehr Mitarbeiter beschäftigten werden als im Jahr 2011. Einen Stellenabbau planen dagegen nur 14,0 Prozent der Unternehmen. Entsprechendes erwartet auch das IW Köln in seiner aktuellen Konjunkturprognose. Danach wird die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland 2012 auf durchschnittlich 2,8 Millionen sinken und die Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent im Vorjahr auf rund 6,3 Prozent zurückgehen.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG