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News, 06.07.2015
Homeoffice, Gleitzeit & Co.
Flexible Arbeitsmodelle stark gefragt
Flexible Arbeitszeiten, Arbeiten von Zuhause aus – die Deutschen wünschen sich mehr Flexibilität im Job. Viel Arbeitgeber tun sich hier mit Angeboten allerdings noch schwer, zeigt eine Studie.
Für viele Arbeitnehmer ist die Möglichkeit zur Heimarbeit entscheidend für ihre Arbeitgeberwahl (Bild: panthermedia.net/goodluz)
Für viele Arbeitnehmer ist die Möglichkeit zur Heimarbeit entscheidend für ihre Arbeitgeberwahl (Bild: panthermedia.net/goodluz)
Flexible Arbeitsmodelle gewinnen bei Beschäftigten in Deutschland immer stärker an Bedeutung. So würden mehr als von acht von zehn befragten Deutschen am liebsten für ein Unternehmen tätig sein, das ihnen flexible Arbeitszeiten bietet. Auch Homeoffice-Arbeitsplätze werden für die Attraktivität von Arbeitgebern immer wichtiger: Knapp jeder Zweite macht von der Möglichkeit zur Heimarbeit sogar die Arbeitgeberwahl abhängig. Das ergab die neueste Erhebung zur jährlich durchgeführten Studie „Bewerbungspraxis 2015“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg in Kooperation mit dem Karriereportal Monster.

Wie die Studien „Recruiting Trends 2015“ und „Recruiting Trends im Mittelstand 2015“ jedoch zeigen, ist die Realität auf Arbeitgeberseite noch immer vielfach eine andere. So bietet nur knapp jeder zweite befragte Top 1000-Unternehmen innerhalb der gängigen Bürozeiten Beschäftigten die Möglichkeit zur Heimarbeit. Im Mittelstand trifft dies sogar gerade mal auf zwei von zehn befragten Arbeitgebern (19 %) zu. Immerhin 22 Prozent der Mittelständler planen allerdings, ihr Home Office-Angebot in Zukunft auszuweiten. Deutlich weiter ist die deutsche Wirtschaft, was flexible Arbeitszeiten angeht. Solche bieten aktuell den Studien zufolge bereits rund acht von zehn befragten Unternehmen an. Sowohl zeitlich als auch räumlich flexible Arbeitsmodelle bietet dagegen erst ein Viertel an.

„Es sollte nicht mehr darum gehen, wer abends am längsten seinen Schreibtisch hütet. Produktivität und Effektivität stehen im Vordergrund der Arbeit“, konstatiert Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik. „Die Gründe für den bislang zaghaften Umgang mit der Home Office Regelung liegen vor allem in den  Herausforderungen für die Zusammenarbeit, die das Arbeiten von zu Hause aus im Unternehmen erzeugt“, so Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster. So hätten beispielsweise viele Mitarbeiter die Vermutung, mehr arbeiten zu müssen, als der Kollege oder die Kollegin im Home Office. „Weniger als drei von zehn der antwortenden Großunternehmen sind zudem der Meinung, dass ihre Mitarbeiter im Home Office produktiver sind als im Büro“, so Kraft.

Auf die Frage nach den Vorteilen von Home Office-Arbeitsmodellen nennen Stellensuchende und Karriereinteressierte vor allem den Wegfall der Pendelzeit beziehungsweise der An- und Rückfahrtzeiten (84 %), die räumliche Unabhängigkeit (78 %), eine verbesserten Work-Life-Balance (69 %) und eine erhöhte Eigenverantwortung (68 %). Viele Beschäftigte sehen allerdings auch Nachteile, die das Arbeiten in den eigenen vier Wänden mit sich bringt. Dies ist an erster Stelle das Verschwimmen der Grenze zwischen Arbeit und Familie (53 %) und die Verringerung sozialer Kontakte (44 %). Weitere genannte Nachteile sind das Fehlen technischer Unterstützung (32 %) und sinkende Karrierechancen (25 %).

cs/Monster/CHRIS
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