VOLLTEXTSUCHE
News, 22.11.2010
Hochschulförderung
Wirtschaft pumpt Milliarden in Hochschulbildung
Der Fachkräftemangel lässt deutsche Unternehmen handeln: Laut einer Studie hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2009 zur Förderung von Hochschülern und studierwilligen Mitarbeitern fast so viel ausgegeben, wie Bund und Länder das Studenten-Bafög kostet.
 Ein gutes Viertel der bereitgestellten Fördermittel floss in die Ausstattung der Hochschulen und Universitäten.
Ein gutes Viertel der bereitgestellten Fördermittel floss in die Ausstattung der Hochschulen und Universitäten.
Im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen rund 2,2 Milliarden Euro in die Hochschulbildung investiert. Das geht aus einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hervor. Der Löwenanteil der bereitgestellten Mittel kam den Bildungswilligen direkt zugute: Für deren Förderung, wie etwa die Übernahme von Studiengebühren, die Bereitstellung von Praktikumsplätzen, die Freistellung von studierenden Mitarbeitern und  für Stipendien gaben die Unternehmen rund 1,5 Milliarden Euro aus. Das ist fast ebenso viel wie Bund und Länder im Jahr für das Studenten-Bafög bereitstellen. Weitere 642 Millionen Euro flossen in die Ausstattung von Universitäten und Fachhochschulen, wobei allein 485 Millionen Euro für Stiftungsprofessuren, den Bau neuer Gebäude oder als allgemeine Spende vorgesehen waren. Der Rest  - 157 Millionen Euro - entfiel auf Sachspenden, wie beispielweise Maschinen, Laborausstattung und anderes Equipment.

Der größte Anteil der für Studierende bereitgestellten Mittel floss dem IW Köln zufolge an Männer und Frauen, die sich für ein duales Studium eingeschrieben haben. Wie aus der Studie hervorgeht erhielten im vergangenen Jahr rund 49.000 solcher Studenten von deutschen Unternehmen direkt Unterstützung in einem Gesamtvolumen von 675 Millionen Euro – zumeist in Form von Ausbildungsvergütungen und/oder eine Übernahme der Studiengebühren. Zweitgrößter Ausgabenposten war die Bereitstellung von Praktikumsplätzen. So betreuten deutsche Unternehmen im Jahr 2009 insgesamt 180.000 Praktikanten und gaben für deren Vergütungen und Betreuung 535 Millionen Euro aus. Daneben förderten die Unternehmen aber auch die Hochschulbildung eigener Mitarbeiter: Dem IW Köln zufolge stellten deutsche Betriebe für qualifizierte Fachkräfte, die sich akademisch weiterbilden wollen, im vergangenen Jahr knapp 286 Millionen Euro bereit, um deren Studiengebühren und Freistellungen zu finanzieren. Mehr als 43.000 Arbeitnehmer nutzen solche Förderangebote ihrer Arbeitgeber.

„De facto stellt das 2,2-Milliarden-Euro-Engagement der Betriebe sogar nur eine Untergrenze dar. So fehlen in der Rechnung diverse Maßnahmen – beispielsweise die finanziellen Zuwendungen von Unternehmensstiftungen, Ausgaben für akademische Bildung im Ausland oder Software-Spenden“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Die von deutschen Unternehmen meist geförderten akademischen Bildungszweige waren Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Auf dem dritten Platz folgten die Fächer Mathematik und Informatik sowie Naturwissenschaften.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG