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News, 03.11.2015
IAB-Studie
Hartz IV-Langzeitbezieher nicht gleich Langzeitarbeitslose
Nur ein kleine Minderheit der Langzeitbezieher von Hartz IV sind Langzeitarbeitslose, hat eine Studie jetzt ermittelt. Derzeit gibt es bundesweit rund eine Millionen Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit.
Ein neuer Job nach Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet nicht zwangsläufig auch zugleich das Ende von Hartz IV (Bild: panthermedia.net / cmfotoworks).
Ein neuer Job nach Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet nicht zwangsläufig auch zugleich das Ende von Hartz IV (Bild: panthermedia.net / cmfotoworks).
Langzeit-Hartz-IV-Bezug ist nicht gleich Langezeitarbeitslosigkeit, zeigt eine neue Studie des  Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufserforschung (IAB). Wie das IAB berichtet, können Langzeitleistungsbezieher beispielsweise erwerbstätig, aufgrund von zu geringerem Verdienst aber auf Hartz IV-Zuschüsse angewiesen und sogenannte Hartz IV-Aufstocker sein. Hinzu kommen weitere, die nicht als Arbeitslose registriert sind, weil sie dem Arbeitsmarkt aufgrund von Krankheit, der Versorgung von Kindern und der Pflege von Angehörigen, nicht zur Verfügung stehen. Andere sind wiederum weniger als ein Jahr arbeitslos, waren aber vor der Arbeitslosigkeit auf Hartz IV-Unterstützung angewiesen.

Insgesamt beziehen 6,1 Millionen Menschen Hartz IV. Darunter sind 1,7 Millionen nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, vor allem Kinder unter 15 Jahren. Unter den 4,4 Millionen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind 3,1 Millionen Langzeitleistungsbezieher, die innerhalb von 24 Monaten mindestens 21 Monate auf Hartz IV angewiesen waren. Fast 1,2 Millionen Personen bezogen zwischen Anfang 2005 und Ende 2013 durchgehend Hartz-IV-Leistungen. Dabei sind die nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mitgerechnet, also auch Kinder unter 15.

Während keineswegs alle Hartz-IV-Empfänger langzeitarbeitslos sind, gilt gleichzeitig: Von den Langzeitarbeitslosen beziehen rund 90 Prozent Hartz IV. Die verbleibenden zehn Prozent haben entweder Ansprüche auf Arbeitslosengeld, weil sie über 50 sind und sie daher länger als ein Jahr Arbeitslosengeld bekommen, oder sie haben keinen Anspruch auf Hartz IV, weil beispielsweise ihr Partner gut verdient oder sie über Vermögen oberhalb der Freigrenzen verfügen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verharrt seit 2010 bei rund einer Million, etwa jeder dritte Arbeitslose ist schon mindestens ein Jahr arbeitslos. Unter den Langzeitarbeitslosen ist der Anteil an Personen, deren Chancen am Arbeitsmarkt eher ungünstig sind, zwischen 2010 und 2014 gestiegen. Im Jahr 2010 hatten beispielsweise 47 Prozent der Langzeitarbeitslosen keinen Berufsabschluss, vier Jahre später 51 Prozent. 2010 waren 21 Prozent der Langzeitarbeitslosen über 55 Jahre alt, vier Jahre später 26 Prozent.

cs/IAB
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