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News, 08.04.2014
Importe weiter günstiger
Deutsche Importpreise setzen Talfahrt fort
Deutsche Unternehmen haben auch im Februar für Importe weniger zahlen müssen als im Vorjahresmonat. Erstmals seit über zwei Jahren wieder deutlich nach oben zeigten allerdings die Einfuhrpreise für importierten Rohkaffee.
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist der Index der deutschen Einfuhrpreise im Februar erneut unter dem Stand des Vorjahresmonats geblieben. Der Statistikbehörde zufolge verbilligten sich Importe für deutsche Unternehmen im Durchschnitt aller Warengruppen auf Jahressicht um 2,7 Prozent. Das war der 24. Monat in Folge, in dem die deutschen Importpreise auf Jahressicht gesunken sind. Letztmalig einen Anstieg der deutschen Einfuhrpreise gab es im Jahresvergleich im November 2012, als sich deutsche Importe um 1,0 Prozent verteuert hatten. Gegenüber Januar fielen die Einfuhrpreise im Schnitt um 0,1 Prozent.

Stark beeinflusst wird die Jahresveränderungsrate weiterhin vor allem von der Preisentwicklung von importierter Energie. Hier lagen die Einfuhrpreise im Februar 8,1 Prozent unter dem Niveau von Februar 2013. Gegenüber Januar verbilligte sich importierte Energie im Schnitt um 0,2 Prozent. Besonders starke Preisrückgänge weist der Index bei Steinkohle und Mineralerzeugnissen aus. Hier unterschritten die Preise im Februar das Vorjahresniveau sogar im Schnitt um 10,0 beziehungsweise 9,8 Prozent, wobei die Einfuhrpreise auch auf Monatssicht im Februar nach unten zeigten (- 2,1 % bzw. - 0,2 %). Rohes Erdöl und Erdgas waren ebenfalls im Februar erheblich günstiger als im Vorjahresmonat (- 8,0 % bzw. – 6,4 %). Die Preisrückgänge bei Energie herausgerechnet verbilligten sich Importe nach Deutschland im Februar durchschnittlich lediglich auf Jahressicht um 1,7 Prozent (+/- 0,0 % gegenüber Januar).

Starke Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist auch bei Getreide. Hierfür mussten deutsche Importeure im Februar durchschnittlich 15,7 Prozent weniger zahlen ein Jahr zuvor. Gleiches galt für Nicht-Eisen-Metallerze. Hier unterschritten die Importpreise das Vorjahresniveau im Schnitt um 15,3 Prozent. Bei Metallen verringerte sich das Einfuhrpreisniveau auf Jahressicht um 8,7 Prozent. Eisenerze kosteten dagegen deutlich mehr: Sie verteuerten sich für deutsche Importeure gegenüber Februar 2013 im Schnitt um 7,9 Prozent. Importe von Waren aus der Ernährungswirtschaft waren dagegen insgesamt etwas günstiger als im Vorjahresmonat (- 0,1 %), allerdings teurer als im Januar (+ 0,9 %). Importiertes Fleisch und Geflügel verteuerten sich jedoch im Jahresvergleich im Schnitt um 2,6 Prozent. Höhere Preise verzeichneten auch Importeure von Rohkaffee: Nachdem die Importpreise seit 2012 hier durchweg gesunken waren, zogen die Einfuhrpreise erstmals wieder etwas an (+ 0,5 %). Grund hierfür war ein starker Preisschub gegenüber Januar um 21,4 Prozent.

Importierte Waren aus der gewerblichen Wirtschaft waren ebenfalls deutlich günstiger als im Vorjahresmonat. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 2,9 Prozent und gegenüber Januar um 0,2 Prozent. Für Rohstoffe und Halbwaren mussten deutsche Importeure sogar durchschnittlich 8,0 Prozent weniger zahlen als im Februar 2013 (- 0,3 % gegenüber Januar), importierte Fertigwaren verbilligten sich im Schnitt um 0,9 Prozent. Import von Investitionsgütern waren im Februar durchschnittlich 1,0 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, die Einfuhrpreise von Gebrauchsgütern verringerten sich im Jahresvergleich im Schnitt um 0,9 Prozent. Konsum- und Verbrauchsgüter waren dagegen etwas teurer als im Vorjahresmonat (+ 0,3 bzw. + 0,6 %).
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