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News, 02.06.2014
Gründer-Studie
Deutsche Startup-Szene innovativ wie nie
Deutschlands Gründer strotzen vor Ideen und sind so einfallsreich wie nie zuvor: Nach einer KfW-Erhebung hat sich der Anteil der Gründer und Startup-Unternehmen, die mit überregionalen Marktneuheiten von sich reden machen, binnen von vier Jahren in Deutschland fast verdreifacht.
Das Gründungsgeschehen in Deutschland hat in den letzten Jahren erheblich an Substanz gewonnen. Im Jahr 2013 setzte mehr als die Hälfte aller Unternehmensgründer in Deutschland (53 %) eine explizite Geschäftsidee um. Das waren anteilsmäßig so viele Gründer wie noch nie. 2012 war das in Deutschland lediglich bei 47 Prozent der Startup-Unternehmen der Fall, 2011 hatte sogar nur gut jede dritte Gründung (35 %) auf einer konkreten Geschäftsidee gefußt. Auch brachten 11 Prozent der Startups überregionale Neuheiten auf den Markt. Das waren fast drei Mal so viele wie noch im Jahr 2009. Damit zeigte sich die Gründerszene so ideenreich wie nie. Das hat die KfW in ihrem jährlich durchgeführten, repräsentativen Gründungsmonitor  ermittelt.

„Deutschlands Gründer setzen vermehrt Ideen in neue Angebote um, sie suchen ihre Chance auf nachhaltigen Erfolg“, kommentierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des Gründungsmonitors 2014.

Mehr Gründer, mehr Beschäftigte

Die positive Entwicklung der deutschen Startup-Szene zeigt sich auch bei der Beschäftigung. So wurden von den Gründern beziehungsweise Jungunternehmen 2013 insgesamt rund 419.000 Vollzeit-Stellen geschaffen. Das waren neun Prozent mehr als im Jahr 2012. Mehr als ein Viertel aller Gründer  im Vollerwerb (27 %) beschäftigte vom Start weg eigene Mitarbeiter;  2005 war nur rund jeder fünfte im Vollerwerb tätige Gründer in Deutschland gleich von Beginn an mit Beschäftigten gestartet.

Insgesamt wagten 2013 in Deutschland rund 868.000 Jung-Entrepreneure den Schritt in eine unternehmerische Tätigkeit. Das waren 12 Prozent mehr als 2012, wobei die starke Zunahme der Gründer ausschließlich auf einen deutlich Anstieg der Zahl an Gründern im Nebenerwerb zurückzuführen war. Ihre Zahl erhöhte sich mit insgesamt rund 562.000 im Jahresvergleich um 22,2 Prozent (2012: 460.000). „Dieser Anstieg im Nebenerwerb ist nicht auf ‚Notgründungen‘ zurückzuführen, sondern weil die Gründer einen Markt für ihre Geschäftsidee sahen“, so Dr. Zeuner. „Trotz der insgesamt mäßigen Konjunktur im Jahr 2013 nutzten sie offenbar das deutliche Anziehen der Inlandsnachfrage.“

Finanzierung bei den meisten Gründern nicht das zentrale Problem

Wie die KfW ermittelte, summierten sich die von den Gründern respektive Startups für ihr Gründungsvorhaben eingesetzte beziehungsweise akquirierten oder eigenständig aufgebrachten Gelder auf ein Volumen von rund 8,4 Milliarden Euro. Das waren 0,7 Milliarden Euro mehr als 2012. Der größte Teil der Gelder stammte von externen Quellen: Auf sie entfielen 52 Prozent des im vergangenen Jahr in Gründungen in Deutschland investierten Kapitals. Damit hat sich der Stellenwert externer Finanzierungsquellen binnen von vier Jahren stark erhöht: 2009 war lediglich ein Drittel der für Gründungen bereitgestellten Mittel von extern gekommen.

„Es gibt mehr Gründer, die mit einem höheren Mitteleinsatz starten und daher beispielsweise auch höhere Kredite von ihrem Kreditinstitut benötigen. Dies erfordert natürlich besondere Konzentration auf das Finanzierungsgespräch“, sagt Dr. Zeuner. „Eine Finanzierung zu erhalten, ist aber keine unlösbare Aufgabe. Die Kreditinstitute finanzieren überzeugende Gründer durchaus – vor allem da ihnen durch die gute Förderpolitik ein Teil des doch hohen Risikos abgenommen werden kann.“

Dass das Gros der Unternehmensgründungen  nicht an der Finanzierung scheitert, zeigt auch die Studie. So stellte 2013 die Kapitalbeschaffung beziehungsweise Finanzierung für 83 Prozent der Gründer nach eigener Auskunft kein größeres Problem dar – und zwar weil entweder ihr Finanzbedarf gedeckt war (37 %) oder aber das Geschäftsvorhaben schlüssig und entsprechend überzeugend war (46 %). Daneben ergab die Studie, dass im letzten Jahr mit einem Anteil von 43 Prozent so viele Frauen den Weg in die Selbstständigkeit wagten wie noch nie in Deutschland. Im Nebenerwerb schlossen die Frauen zu den Männern anteilsmäßig so sogar auf. Von den Gründungen im Vollerwerb ging immerhin ein Drittel auf eine Frau zurück.

Was die regionale Dynamik des Gründungsgeschehens angeht, hat sich die Rangfolge der Bundesländer    gemessen an der Gründerquote in den Jahren 2011 bis 2013 gegenüber dem Zeitraum 2008 bis 2010 der KfW zufolge zwar relativ stark verändert. Spitzenreiter ist aber dennoch weiterhin Berlin, nun jedoch gefolgt Hamburg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Schlusslicht im Ranking der Bundesländer ist Sachsen-Anhalt, hinter Thüringen und Sachsen. Das Muster „Stadtstaaten, westdeutsche Bundesländer, ostdeutsche Bundesländer“ bleibe dabei in der Rangfolge der KfW zufolge weiterhin erkennbar.
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