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News, 19.02.2018
Nachhaltigerer Rohstoffeinsatz
Gesamtrohstoffproduktivität von Deutschland deutlich gestiegen
Der Rohstoffeinsatz der deutschen Wirtschaft für die Herstellung inländisch nachgefragter Konsum- und Investitionsgüter ist seit 2000 deutlich zurückgegangen. Zugleich hat sich die Gesamtrohstoffproduktivität im gleichen Zeitraum deutlich erhöht.
Nach einem kräftigen Anstieg bis 2010 ist der Rohstoffeinsatz für deutsche Exporte fast stabil geblieben.
Nach einem kräftigen Anstieg bis 2010 ist der Rohstoffeinsatz für deutsche Exporte fast stabil geblieben.

Im Jahr 2014 hat Deutschland zur Bedienung der inländischen Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern  weltweit 1,30 Milliarden Tonnen  Rohstoffe importiert und verbraucht. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Statistische Bundesamt (Destatis) zum Rohstoffeinsatz von Deutschland hervor. Damit hat sich der sogenannte Rohstofffußabdruck von Deutschland gegenüber dem Jahr 2000 um 17 Prozent verringert. Seit 2010 hat sich dieser Wert jedoch nur noch marginal verändert (+ 1 %). Nahezu ebenso viele Rohstoffe wie für den Konsum und Investitionen im Inland wurden von der deutschen Wirtschaft zur Befriedigung der ausländischen Nachfrage importiert, verarbeitet und in Form von Gütern (wieder) exportiert. Hier ergibt sich für das Jahr 2014 ein Rohstoffverbrauch von 1,34 Milliarden Tonnen. Das ist fast ein Drittel (32 %) als im Jahr 2000. Auch dieser Wert blieb jedoch seit 2010 nahezu stabil.

Höhere Nachhaltigkeit beim Rohstoffeinsatz

Der Rohstoffeinsatz zur Befriedigung der inländischen und ausländischen Nachfrage zusammengenommen belief sich im Jahr 2014 insgesamt auf 2,64 Milliarden Tonnen. Setzt man den preisbereinigten Wert des inländischen Konsums, der inländischen Investitionen und der Exporte ins Verhältnis zu dieser eingesetzten Rohstoffmasse, so ergibt sich die Gesamtrohstoffproduktivität. Sie erhöhte im Zeitraum von 2010 bis 2014 um insgesamt rund acht Prozent. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs um rund 1,9 Prozent. „Damit ist das Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung, die im Zeitraum 2000 bis 2010 beobachtete Entwicklung fortzusetzen, momentan erfüllt“, so die Statistikbehörde.

Um den Rohstoffeinsatz über die gesamte Wertschöpfungskette zu berücksichtigen, werden alle Güter als sogenannte Rohstoffäquivalente ausgedrückt. Diese Berechnungen führen die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) des Statistischen Bundesamtes durch, finanziert durch den Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

cs/Destatis; Bild: Schröder+Schömbs PR / flickr 

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