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News, 12.01.2012
Exporte auf Rekordjagd
Deutscher Export legt Jahresendspurt hin
Die deutschen Exporte steuern weiter auf Rekordkurs: Im November hat die deutsche Wirtschaft trotz Konjunkturabschwächung ihre Ausfuhren wieder deutlich steigern können.
Auch die Exporte in die Eurozone stiegen im November deutlich an.
Auch die Exporte in die Eurozone stiegen im November deutlich an.

Deutschlands Exporteure haben sich auch im November die Geschäfte von der Eurokrise nicht vermiesen lassen. Im Gegenteil: Nach dem Dämpfer im Oktober legten die Exporte im November binnen Monatsfrist kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent auf 94,9 Milliarden Euro zu. Wie dpa berichtet, hatten Ökonomen lediglich mit einem Ausfuhrplus von 0,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Ausfuhren dem Statistischen Bundesamt zufolge um 6,7 Prozent.  „Der deutsche Außenhandel behauptet sich in stürmischen Zeiten“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die neuesten Zahlen. „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass dieses Wachstum sowohl von den anderen europäischen Ländern als auch von den Emerging Markets getragen wird.“

Rund 60 Prozent der deutschen Exporte gingen in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), die aus Deutschland Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro bezogen. Das ist auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 8,4 Prozent. Zum Vergleich: Im Oktober waren die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten nur um 0,8 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen. Auch die Ausfuhren in Eurozone-Länder legten wieder deutlich zu. Sie stiegen mit einem Gesamtvolumen von 37,7 Milliarden Euro, nachdem sie im Oktober noch um 0,4 Prozent auf Jahressicht zurückgegangen im November binnen Jahresfrist um 7,7 Prozent. Die Exporte in die EU-Mitgliedsländer, die nicht der Eurozone angehören, stiegen mit 18,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 9,8 Prozent. Die Warenlieferungen in die Länder außerhalb der EU, die sogenannten Drittländer, beliefen sich auf 38,9 Milliarden Euro. Das waren 8,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die deutschen Importe nahmen im November ebenfalls zu. Sie überstiegen mit einem Warenwert von 78,7 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 6,7 Prozent. Knapp zwei Drittel der deutschen Einfuhren kamen aus den Ländern der EU, von denen deutsche Importeure Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro bezogen. Das war auf Jahressicht ein Plus von 10,6 Prozent. Knapp drei Viertel der Versendungen aus EU-Mitgliedsländern entfielen auf die Eurozone (37,3 Mrd. Euro; +7,7%). Die Importe aus Drittstaaten stiegen binnen Jahresfrist dagegen nur um 0,2 Prozent und erreichten im November ein Volumen von 28,0 Milliarden Euro. Damit ergab sich im November in der deutschen Außenhandelsbilanz ein Überschuss von 16,2 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte die Außenhandelsbilanz einen Saldo von 13,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

Akkumuliert von Januar bis November 2011 erreichten die deutschen Exporte ein Gesamtvolumen von 976 Milliarden Euro, was einem Zuwachs binnen Jahresfrist um über 12 Prozent entspricht.  Wie Börner erklärte, blieben die Exporte damit auf Rekordkurs. Was die weitere Entwicklung der Exporte angeht, zeigte sich der BGA-Chef optimistisch. „Da die weltweiten Wachstumstrends weiterhin intakt sind und massive Investitionen u.a. in Technologien zur Energie- und Ressourceneffizienz sowie in Infrastrukturprojekte erfolgen, sind wir auch für die Zukunft zuversichtlich“, erkärte Börner.

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