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Europäische Pensionspläne: Trend zur Risikominimierung hält an

Ergebnisse der Aon Hewitt-Studie „Global Pension Risk 2011“ veröffentlicht
(PM) München, 29.06.2011 - Risikominimierung bleibt Thema Nummer Eins bei Pensionseinrichtungen in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Global Pension Risk 2011“ von Aon Hewitt. An ihr nahmen 62 europäische Pensionseinrichtungen aus 13 Ländern teil, die insgesamt mehr als eine Million Mitarbeiter und ein Vermögen von über 127 Milliarden Euro abdecken. In 50 Prozent der Fälle steht das Bestreben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit hinter diesem anhaltenden Trend. Darüber hinaus entwickelt sich ein neuer Realitätssinn: Im Vergleich zur letzten Studie 2009 prüfen inzwischen fünfmal mehr Teilnehmer ihre Pläne über einen Zeithorizont von 20 Jahren bis zu deren voraussichtlichem Endpunkt. Zudem steigt die Einsicht der Arbeitgeber, dass sie die Kosten der Pläne tragen müssen. Dabei versucht mehr als die Hälfte der Befragten, eine Deckungslücke ausschließlich über Zuführungen der Arbeitgeber zu finanzieren. Änderungen in der Ausgestaltung von Benefit-Plänen werden dagegen immer seltener: Es scheint, als hätten die Unternehmen, die hier an den Stellschrauben drehen wollten, dies bereits erledigt. Alle anderen legen den Fokus darauf, bestehende Leistungen beizubehalten und zu finanzieren.

Die Studie zeigt, dass in vielen Ländern die Ausgestaltung der Altersversorgungs-Pläne eine Schlüsselrolle spielt. Das gilt insbesondere im Hinblick auf Risiken, die sich durch Entscheidungsspielräume bei freiwilligen Leistungen wie etwa zukünftigen Rentenerhöhungen steuern lassen. Dadurch haben die Arbeitgeber nicht nur die Kosten der Pläne besser im Griff. Es können auch mehr der bestehenden großzügigeren und daher von den Mitarbeitern sehr geschätzten betrieblichen Altersvorsorgepläne unverändert oder nur mit geringen Modifikationen für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Bezüglich dieser Vorgehensweise zeigten sich daher sogar die Gesetzgeber der meisten Länder, abgesehen von beispielsweise Großbritannien, nachsichtig. „In Kombination mit der Akzeptanz höherer Arbeitgeberbeiträge und einer intelligenten Strategie für das Risikomanagement könnte dies dazu führen, dass in Europa die betriebliche Altersversorgung für die Kostenträger ein weit geringeres Problem darstellt als in anderen Teilen der Welt.“ so Dr. Georg Thurnes, Geschäftsführer von Aon Hewitt, Deutschland.

Insgesamt wird das Anlagerisiko weit differenzierter betrachtet als in der Vergangenheit. So ziehen Arbeitgeber zunehmend alternative Anlageklassen in Betracht, die eine Optimierung der Erlös-Risiko-Relation versprechen. Zudem gibt es bei der Absicherung von Zins- oder Inflationsrisiken noch Spielraum: 25 Prozent der Befragten haben dazu keine Unternehmensrichtlinien, obwohl diese Risikofaktoren die größten Unsicherheiten für Pensionseinrichtungen hinsichtlich ihrer Verbindlichkeiten darstellen. Bei Investment-Themen gibt es Verbesserungspotenzial bezüglich der Strukturierung von verbindlichkeitsorientierten Anlagen, sogenannten Liability Driven Investments oder kurz LDI, sowie hinsichtlich der Richtlinien für die Absicherung von Risiken. Im Gegensatz dazu gewinnt das sogenannte Longevity Hedging, also die Absicherung gegen Veränderungen der den Plänen zugrunde liegenden Lebenserwartungsannahmen, zunehmend an Interesse.

Schock aus Finanzkrise sitzt noch tief

Die Ergebnisse der Studie lassen darauf schließen, dass sich europäische Pensionseinrichtungen zwar vom emotionalen Schock der Jahre 2008 und 2009 erholt haben, vom ökonomischen jedoch noch lange nicht. „Der Fokus liegt daher verstärkt darauf, das richtige Resultat über den richtigen Zeitrahmen zu erhalten“, so Georg Thurnes. „Die Arbeitgeber haben realisiert, dass sie ihre Defined Benefit-Pläne nicht einfach wegzaubern können.“ Dennoch ist es möglich, unerwünschte Risiken strukturiert und systematisch aus diesen Plänen zu eliminieren bzw. zumindest bestmöglich zu kontrollieren, indem man deren voraussichtlichen Ablauf und den Weg dorthin sorgfältig definiert.

„Insgesamt zeigt sich, dass die Pensionseinrichtungen verstärkt versuchen, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten innerhalb des Portfolios durch die kombinierte Betrachtung beider Seiten aktiv zu steuern. Zudem achten sie auf mehr Diversifikation und suchen nach neuen Anlagemöglichkeiten in alternativen Anlageklassen. Hier ist ein wachsendes Interesse an Anlagen in Hedge Fonds und Private Equity zu verzeichnen“, Dr. Torsten Köpke, Leiter Aon Hewitt Investment Consulting, Deutschland.

Außerdem zeigt die Studie einen verstärkten Bedarf an konsistenten Lösungen für das Risikomanagement von Pensionssystemen über mehrere Länder hinweg. Das zeigt sich vor allem in Ansätzen wie länderübergreifenden Plänen und sogenanntem Cross Border-Pooling. „Vor einiger Zeit wurden diese noch als zu kompliziert bzw. aufwändig angesehen, so Georg Thurnes. „Aber Möglichkeiten und Ansichten ändern sich, eine Umsetzung bedarf jedoch qualifizierter Beratung.“
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